Deutsche Teamleitung gelassen
Klage gegen Vielseitigkeitsreiter in Vorbereitung

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben ihre Goldmedaillen noch nicht endgültig sicher. Die Verbände Frankreichs, Großbritanniens und der USA wollen die deutschen Siege in Mannschafts- und Einzelwertung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anfechten.

ATHEN. Henri Serandour, Präsident der französischen Föderation, sagte: "Wir bereiten zusammen mit den beiden anderen Verbänden und unseren Anwälten die Klage vor." Eine Frist für die Einreichung der Klage beinhaltet das Regelwerk des CAS nicht.

Die drei Verbände wollen gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts des Weltreiterverbandes (FEI) vorgehen, das eine von der "Ground Jury" verhängte Strafe gegen die deutsche Doppel- Olympiasiegerin Bettina Hoy wieder aufgehoben hatte. Hoy hatte bei ihrem Ritt in der Team-Entscheidung zwei Mal die Startlinie überquert. Die Zeitmessung hatte aber beim ersten Mal nicht eingesetzt.

Von der "Ground Jury" war Hoy mit 14 Strafpunkten belegt worden, wodurch die deutsche Equipe vorübergehend vom ersten auf den vierten Rang zurückgefallen war. Auch in der Einzelkonkurrenz wäre sie weit zurückgefallen und chancenlos gewesen. Die deutsche Teamleitung sieht einem möglichen Protest vor dem CAS gelassen entgegen. Jens Adolphsen, der Vorsitzende des Vielseitigkeitsausschusses und Professor für Sportrecht, räumte dem Unterfangen keine Erfolgsaussichten ein. In vergleichbaren Fällen hatte der CAS Klagen nicht angenommen. Nach Einreichen der Klage müsste der Sportgerichtshof innerhalb von 24 Stunden entscheiden.

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