Deutsche Telekom
Hintergrund: Modalitäten für eine Abwahl Sommers

Eine Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer ist nur durch den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG möglich.

vwd DÜSSELDORF. Das Kontrollgremium des Bonner Konzerns muss zusammentreten, wenn eines seiner Mitglieder einen entsprechenden Antrag stellt. Es besteht aus je zehn Vertretern des Arbeitnehmer- und des Arbeitgeberlagers. Im ersten Wahlgang wäre für eine Abwahl Sommers eine Zweidrittelmehrheit erforderlich, das heißt, mindestens 14 Aufsichtsräte müssten den Antrag befürworten. Findet sich keine Mehrheit, kann ein zweiter Wahlgang stattfinden. Hier würde dann eine einfache Mehrheit genügen, um Sommer seines Amtes zu entheben.

Die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden würde in diesem Wahlgang doppelt zählen. Für den zweiten Durchgang wäre formal ein neuer Antrag zu stellen, was binnen eines Monats zu geschehen hätte. Praktisch könnte dies unmittelbar im Anschluss an den ersten Wahlgang erfolgen. Der neue Antrag kann denselben Inhalt haben wie der erste. Für die Wahl eines Nachfolgers wäre eine separate Vorlage erforderlich, über die nach den genannten Modalitäten abzustimmen wäre.

Sommer war nach Stationen bei Nixdorf und Sony im Mai 1995 für zunächst fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der Telekom berufen worden. Im Februar 1999 wurde sein Vertrag bis zum Jahre 2005 verlängert. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Dietrich Winkhaus, der sich dem Vernehmen nach für eine Ablösung Sommer ausgesprochen hat, amtiert seit Mai 2000. Er war zuvor Geschäftsführungsvorsitzender des Düsseldorfer Konsumgüterartikelkonzerns Henkel KGaA.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%