Deutsche Telekom im Plus
Dax tendiert bei dünnen Umsätzen schwächer

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch einen Tag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank abwartend.

Reuters FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch einen Tag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) Händlern zufolge abwartend. Der Handel sei bei dünnen Umsätzen vorsichtig, sagte ein Börsianer. Es gebe auch keine Unternehmens-Nachrichten, die die Leute in den Markt ziehen würden, sagte ein anderer Händler. Der Deutsche Aktienindex präsentierte sich um 0,55 % schwächer auf 7 254,61 Punkten. Es stehe wohl fest, dass eine Zinserhöhung komme, die Frage sei ob um 25 oder 50 Basispunkte, hieß es am Markt. Volkwirte gehen überwiegend von einer Erhöhung um 25 Basispunkte aus.

Der Bankensektor präsentierte sich trotz der jüngsten Konsolidierungsphase am Mittwoch eher zurückhaltend, wie ein Händler sagte. Die Aktien der Commerzbank legten um 0,58 % auf 36,65 Euro zu. Das deutsche Bankhaus hatte zuvor mitgeteilt, dass es mit einem baldigen Abschluss der Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit dem italienischen Versicherungskonzern Generali rechne. Beobachter gehen davon aus, dass Generali ihren rund fünf-prozentigen Anteil an der Commerzbank auf zehn Prozent verdoppeln könne. Einen Bericht des "Handelsblatt", wonach die Cobra das Investmenthaus Donaldson Lufkin & Jenrette (DLJ) beauftragt habe, einen Käufer für ihren 17-prozentigen Anteil an der Commerzbank zu finden, wollte die Commerbank nicht kommentieren. Deutsche Bank fielen um 1,52 %, Dresdner Bank um 1,63 %. Die Hypovereinsbank notierte nahezu unverändert.

Börsenschwergewicht Deutsche Telekom zeigte sich mit einem Plus von rund 1,21 % auf 45,18 Euro fester. Analysten sehen die Entwicklung der T-Aktie auf lange Sicht positiv. Der Bonner Konzern hatte am Dienstag seine vor einigen Wochen genannten Halbjahreszahlen bestätigt.

Von den am Dienstag vorgelegten Zahlen profitierten am Mittwoch die Aktien des Preussag-Konzerns. Der Konzern hatte den Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 1999/2000 deutlich gesteigert. Dies stelle eine Beruhigung das, was das Gesamtjahr angeht, sagte ein Händler.

Auf der Verliererseite standen Werte des Technologiesektors. Epcos fielen um 0,64 %, Siemens um 1,14 % und die Siemens-Halbleitertochter Infineon um 1,5 %. SAP machte nach anfänglichen Verlusten Boden wieder gut und lagen mit 0,46 % im Plus.

Die MDax-Werte tendierten ebenfalls leichter. Der Index der mittelgroßen Titel gab um 0,30 % auf 4 867,83 Punkte nach. Hier zählen die Aktien der Jenoptik zu den Gewinnern. Die Aktien legten um 2,56 % auf 34,05 Euro zu. Der thüringer Technologiekonzern hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres nach eigenen Angaben eine Rekordmarke beim Überschuss erreicht. Der Überschuss betrage 47 Mill. Euro im Vergleich zu einem Verlust in Höhe von 22 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Neue Markt zeigte sich erneut freundlich. Der Nemax-All-Share-Index legte um 0,81 % auf 5 346,42 Punkte zu und der Nemax-50-Index um 1,12 % auf 5 896,26 Punkte.



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