Deutsche Telekom
Liberty sieht geringe Chance auf Zuschlag für Telekom-TV-Kabel

Der US-Medienkonzern Liberty Media hat nach eigener Einschätzung eher geringe Chancen, im zweiten Anlauf doch noch den Zuschlag für die verbliebenen Fernsehkabelnetze der Deutschen Telekom zu bekommen.

Reuters NEW YORK. Liberty-Vorstandschef Gary Howard sagte am Dienstagabend in New York, die Chance, die aktuelle Auktion für die Kabelnetze zu gewinnen, liege lediglich bei "unter 50 %". Liberty Media hatte sich Ende vergangenen Jahres mit der Telekom bereits geeinigt, für die Kabelnetze 5,5 Mrd. Euro in bar und Wertpapieren zu zahlen. Die vollständige Übernahme der Netze war jedoch am Einspruch des Bundeskartellamts gescheitert, das eine dominierende Marktstellung von Liberty als Kabelbetreiber und Medienunternehmen befürchtet hatte.

In der mittlerweilen zweiten Verkaufsauktion für die verbliebenen Telekom-Kabelnetze in Nord- und Ostdeutschland sowie Bayern und Rheinland-Pfalz bietet Liberty Media gemeinsam mit den Kapitalanlagegesellschaften Blackstone Partners und Apollo Advisors. Mit erneutem politischem Widerstand rechnet das US-Unternehmen nach Howards Worten nicht. "Seitdem hat sich eine Menge geändert im Markt. Die Wettbewerbsbehörden betrachteten solche Übernahmen inzwischen realistischer", sagte der Liberty-Chef. Er sei daher diesbezüglich optimistisch.

Eigenen Angaben zufolge strebt Liberty innerhalb des Konsortiums einen Anteil von 25 bis 30 % an und will zu dem Kaufpreis rund 300 Mill. $ beisteuern. Zur Höhe des jüngsten Gebots für die sechs Kabelnetze der Telekom mit rund zehn Mill. Kunden wollte sich der Liberty-Chef aber nicht äußern.

Angaben aus mit dem Bieterverfahren vertrauten Kreisen zufolge hat die Telekom für die mittlerweile seit gut drei Jahren zum zum Verkauf stehenden TV-Kabelnetze Gebote zwischen knapp zwei und rund 2,5 Mrd. Euro erhalten. Nach abschließender Bewertung der jüngsten Gebotsrunde will die Telekom nun mit zwei oder drei Interessenten weiterführende Verkaufsverhandlungen beginnen.

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