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Deutsche Telekom richtet Struktur auf Kerngeschäftsfelder aus

Die Deutsche Telekom will bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ihre Konzernstruktur auf die Kerngeschäftsfelder Breitband, Mobilfunk und Geschäftskunden ausrichten. Nachdem bereits die Aktivitäten Breitband/Festnetz zu einem von Walter Raizner verantworteten Vorstandsressort zusammengefasst wurden, gab der Konzern am Donnerstag in Bonn die Bündelung der Großkunden unter dem Dach von T-Systems bekannt.

dpa-afx BONN. Die Deutsche Telekom will bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ihre Konzernstruktur auf die Kerngeschäftsfelder Breitband, Mobilfunk und Geschäftskunden ausrichten. Nachdem bereits die Aktivitäten Breitband/Festnetz zu einem von Walter Raizner verantworteten Vorstandsressort zusammengefasst wurden, gab der Konzern am Donnerstag in Bonn die Bündelung der Großkunden unter dem Dach von T-Systems bekannt.

"Ab dem 1. Januar 2005 wird das strategische Geschäftsfeld ,Geschäftskunden' einheitlich unter der Marke T-Systems auftreten", schreibt Vorstandschef Kai-Uwe Ricke in einem Brief an die Mitarbeiter. Neben den rund 200 internationalen Konzernen wird sich T-Systems auch um die 160 000 großen und mittelständischen Kunden der Telekom kümmern, die bislang bei der Festnetzsparte angesiedelt waren. Bei T-Com verbleiben nur die Firmen mit einem jährlichen Telekom - und IT-Umsatz von unter 10 000 ?.

Wie ein Konzernsprecher auf Anfrage bestätigte, wird T-Systems in die zwei Bereiche "T-Systems Business Services" (internationale Konzerne) und "T-Systems Enterprise Services" (Mittelstand und Großkunden) aufgegliedert. Das Dienstleistungsspektrum von der in Frankfurt beheimateten T-Systems umfasst sowohl IT-Dienstleistungen als auch Telefondienste. T-Systems-Chef Konrad Reiss wird den Bereich "Geschäftskunden" verantworten.

Mit den neuen Strukturen will T-Systems-Chef Reiss den Umsatz mit den bestehenden Kunden erhöhen. Im Auge hat er vor allem die größeren Kunden, die im Ausland aktiv sind. Im Kundenportfolio der Frankfurter befinden sich unter anderem Daimlerchrysler und die Deutsche Post , die gerade erst den Mrd.-Vertrag mit T-Systems verlängert hat. Dadurch will T-Systems sein Auslandsgeschäft ausbauen, das bislang rund ein Drittel der Umsätze beisteuert.

Umorganisation

Die Umorganisation kommt nicht unerwartet. Um die Geschäftsfelder Breitband, Mobilfunk und Geschäftskunden effizienter bedienen zu können, hatte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke eine engere Verzahnung der einzelnen Sparten angekündigt. Nach der Berufung von IBM-Deutschlandchef Walter Raizner (50) zum Leiter der Festnetzsparte T-Com hat die Telekom die vollständige Übernahme ihrer börsennotierten Internettochter T-Online nicht mehr ausgeschlossen.

Raizner ist ab November für das Feld "Breitband/Festnetz" verantwortlich. Laut früheren Angaben sieht Ricke alleine durch die Bündelung der Kompetenz der Sparten T-Com und T-Systems im Bereich Geschäftskunden ein zusätzliches Umsatzpotenzial von rund 200 Mill. ? in diesem Jahr.

Beim Geschäftsfeld Mobilfunk sind nach Konzernangaben keine größeren Veränderungen zu erwarten. Der Vorstandsbereich soll weiterhin von T-Mobile-Chef Rene Obermann geleitet werden.

Die am Donnerstag bekannt gewordenen Umstrukturierungen werden zu einem umfangreichen Personaltransfer innerhalb des Konzerns führen. Von T-Com sollen rund 8 500 Mitarbeiter in die neue Einheit wechseln. Das von Reiss verantwortete Geschäftskundensegment wird künftig rund 50 000 Mitarbeiter umfassen.

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