Deutsche Telekom will am 1. Februar nachziehen
Viag Interkom beschleunigt das mobile Surfen

adx BERLIN. Der Münchner Mobilfunk-Anbieter Viag Interkom beschleunigt das mobile Surfen im Internet. Als erster deutscher Anbieter können die Kunden seit Mittwoch einen Dienst nutzen, der Daten über das Handy bis zu dreimal so schnell überträgt wie der bisherige Standard. Möglich wird das, weil per GPRS-Technik (General Packet Radio Service) die Bandbreite der Funkstrecke besser ausgenutzt wird. Künftig könnten die Kunden Inhalte und Multimediadienste im Internet unbeschränkt nutzen, sagte Viag-Interkom-Geschäftsführer Hans-Burghardt Ziermann am Mittwoch in Berlin. Die Deutsche Telekom will ab 1. Februar einen ähnlichen Service anbieten. Ziel ist es, das mobile Surfen genauso schnell zu machen wie über das Festnetz.

Nach eigenen Angaben hat Viag Interkom im vergangenen Jahr rund 70 Mill. Mark für die GPRS-Erweiterung ausgegeben. Um den Service nutzen zu können, brauchen die Kunden allerdings ein neues Handy. Das entsprechende Modell des US-amerikanischen Herstellers Motorola kostet derzeit rund 700 Mark. Viag Interkom bietet es in Verbindung mit einem 24-Monats-Vertrag für 299 Mark an. Allerdings stünden derzeit nur rund 20.000 Geräte zur Verfügung, sagte Ziermann: "Die Endgeräte-Industrie hinkt in diesem Punkt der Netztechnik beunruhigend hinterher." Bis zur Computermesse CeBIT im März will das Unternehmen Dienste vorstellen, die speziell auf die Möglichkeiten von GPRS zugeschnitten sind. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von rund 26 Kilobits pro Sekunde sind die neuen Handys etwa halb so schnell wie eine ISDN-Verbindung. Innerhalb des kommenden Jahres wird die mobile Datenübertragung nach Ziermanns Vorstellungen die Geschwindigkeit von ISDN erreichen.

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