Deutsche Telekom ziehen an
Schnäppchenjäger stützen Europas Börsen

Die grösseren der europäischen Aktienmärkte haben am Montag mit Ausnahme Wiens fester geschlossen. Der DJ Stoxx50-Index stieg 0,91 Prozent auf 3469 Zähler. Schnäppchenjäger hätten sich günstigen Titeln unter anderem im Technologie- und Telekomsektor zugewandt.

Reuters LONDON. Der DJ Stoxx50-Index stieg 0,91 Prozent auf 3469 Zähler. Schnäppchenjäger hätten sich günstigen Titeln unter anderem im Technologie- und Telekomsektor zugewandt. Deren Kurse waren jüngst deutlich eingebrochen. So zogen Deutsche Telekom über vier Prozent und Telekom Italia rund 3,5 Prozent an. Ausgewählte Versorger und Einzelhandelstitel waren ebenfalls gesucht.

Die Anleger zweifelten aber, ob die Kurserholung andauern werde, sagte Händler. "Nur eine Erholung der Unternehmensgewinne wird die Kurse über die bestehenden Handelsspannen bewegen," sagte eine Aktien-Strategin. Es bestünden allerdings Hoffnungen, dass diese Woche anstehende Quartalszahlen von US-Hightech-Unternehmen wie Applied Materials und Dell den Märkten Unterstützung verleihen könnten, hiess es. Medien war am Montag der einzige Sektor mit Verlusten. Händler begründeten dies mit den Kursverlusten der britischen BSkyB . Gemäss einem Zeitungsbericht plant die britische Regierung die Einführung von Steuern für das Satellitenfernsehen.

LONDON - Die Londoner Aktienbörse folgte der freundlich tendierenden Wall Street und schloss im Plus. Der FTSE 100-Index legte 0,65 Prozent auf 5204 Punkte zu. Die Bankentitel gehörten nach den Verlusten der Vorwoche zu den Gewinnern. HSBC profitierten von einer Hochstufung durch Goldman Sachs und stiegen 2,8 Prozent. Barclays gewannen 1,8 Prozent und Lloyds legten 1,4 Prozent zu. Gegen den Trend gaben die Telekomtitel Cable & Wireless und BT Group nach; beide Unternehmen legen im Verlauf der Woche Ergebnisse vor. Mit über sieben Prozent deutlich schwächer schlossen die Titel des IT-Unternehmens CMG nach ihrer Rückstufung durch UBS Warburg. Im Mediensektor verloren BSkyB rund 4,5 Prozent. Die mögliche Einführung von Steuern für das Satellitenfernsehen habe die Titel belastet, hiess es.

ZÜRICH - Die Schweizer Aktien zogen nach einem verhaltenen Verlauf gegen Schluss an und schlossen etwas fester. Dabei habe sich das Geschäft aber kaum belebt, sagten Händler. Vielmehr seien die Kurse den US-Aktien nachgestellt worden. Die Umsätze seien dünn gewesen. Der SMI schloss 0,54 Prozent fester bei 6568,3 Zähler. Die Banken, die zunächst unter Druck gestanden seien, hätten sich im Verlauf von den Tiefstkursen erholen können. Dabei standen die Aktien der CS Group im Zentrum, nachdem am Freitag die Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bonitätseinstufung für CS auf "A+" von "AA-" reduziert hatte. Abgesehen davon hätten sich die Marktteilnehmer mit den Quartalsabschlüssen von UBS am Dienstag und von CS am Mittwoch beschäftigt. UBS stiegen ein halbes Prozent fester. CS schlossen leicht fester. Etwas schwächer schlossen die meisten Technologiewerte, während Kudelski gut drei Prozent anzogen.

PARIS - Die Pariser Börse schloss nach einer von Alcatel angeführten Rally der Technologietitel fester. Der CAC-40 Index stieg 1,04 Prozent auf 4375 Punkte. Alcatel gewannen 3,8 Prozent und machten damit ihre Verluste vom Freitag weitgehend wett. France Telecom mit plus einem Prozent und Orange mit plus 2,9 Prozent konnten sich ebenfalls moderat erholen. Weitere Titel wie Aventis und Thales , die beide rund 2,6 Prozent anzogen, hätten im Gleichschritt mit der ansteigenden Wall Street Gewinne verbucht, hiess es. Dagegen verloren Havas Advertising nach Ausgabe einer Wandelanleihe 5,8 Prozent.

FRANKFURT - Getrieben von Kursgewinnen der Deutschen Telekom und bei Infineon sowie aufgrund einer freundlichen Eröffnung der US-Börsen drehte der Deutsche Aktienindex (Dax) ins Plus. Der Dax (Dax) stand kurz vor Schluss zwei Prozent höher auf 4971 Punkten. Die Erholung der Technologiewerte sei aber allein eine technische Reaktion auf vorangegangene Kursverluste, sagte ein Händler. Andere Marktteilnehmer sagten, es gebe derzeit eigentlich keinen Grund, Aktien zu kaufen. Daher sei das weitere Aufwärtspotenzial voraussichtlich gering. Nach der Vorlage von Geschäftsergebnissen gaben derweil die Titel von Degussa und Linde nach. Die Papiere von Lufthansa gaben ihre Kursgewinne teilweise wieder ab, nachdem die Fluggesellschaft für April einen Rückgang der Passagierzahlen bekannt gegeben hatte.

AMSTERDAM/BRÜSSEL - Die Benelux-Börsen schlossen freundlich. Der niederländische AEX-Index stieg 0,64 Prozent auf 493,67 Punkte und der Brüsseler BEL 20-Index kletterte 0,93 Prozent auf 2866,73 Zähler. Die Märkte hätten von der positiv einsetzenden Wall Street Unterstützung erhalten, hiess es. Technologiewerte wie Philips und ASML drehten nach Anfangsverlusten knapp ins Plus. Finanzschwergewicht Dexia unterstützte mit einem Kursplus von 2,8 Prozent die Brüsseler Börse. ING Group stiegen in Amsterdam 1,25 Prozent.

MAILAND - Die italienische Börse notierte deutlich fester. Der Mib30-Index gewann 1,62 Prozent auf 31.291 Zähler. Gesucht waren Telekomwerte wie Telecom Italia, die drei Prozent anzogen, und Telecom Italia Mobile mit plus 2,5 Prozent. Olivetti kletterten über fünf Prozent und Pirelli zogen 4,4 Prozent an. Beide Titel erholten sich damit von jüngsten Verlusten. Generali gaben im Vorfeld ihrer am Dienstag erwarteten Quartalszahlen 1,4 Prozent nach.

MADRID - An der Börse Madrid notierte der IBEX-35-Index mit plus 1,28 Prozent ebenfalls fester auf 7998,1 Zählern. Für Auftrieb sorgten nach laut Händlern eindrücklichen Quartalszahlen Telefonica Moviles, die 1,3 Prozent stiegen. Die Aktien des Mutterkonzerns Telefonica legten 1,4 Prozent zu. Im Fokus waren auch Iberia , die zwei Prozent gewannen. Iberia könnten möglicherweise in den IBEX aufgenommen werden. Unter Druck standen dagegen Telepizza, die 2,1 Prozent verloren. Händler verwiesen auf den Gewinnrückgang im ersten Quartal, den das Unternehmen in der Vorwoche bekannt gegeben hatte. Die Titel des Pay-TV-Unternehmens Sogecable fielen 5,2 Prozent.

STOCKHOLM - Der Nordic Stoxx-Index der skandinavischen Börsen notierte nach Anfangsverlusten 0,77 Prozent höher bei 309,5 Zählern. Die Aktie der weltgrössten Sicherheitsfirma Securitas sprangen 7,3 Prozent nach oben. Die Übernahmegespräche mit dem britischen Konkurrenten Chubb seien abgebrochen worden, hiess es. Hennes & Mauritz und Skandia waren ebenfalls gesucht. Bei den schwergewichtigen Telekomausrüstern gewannen Nokia 1,2 Prozent, während Ericsson 1,7 Prozent verloren.

WIEN - Der ATX-Index verlor gegen den Trend 0,09 Prozent auf 1342,34 Punkte. Wienerberger prägte das Geschehen. Die Titel des Ziegelproduzenten stiegen 3,1 Prozent. RCB bestätigte ihre Empfehlung "Kauf" und nannte ein Kursziel von 25 Euro. Andritz stiegen nach Vorlage von Quartalszahlen 3,1 Prozent. Hingegen gaben Erste Bank etwas nach.

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