Deutsche Weine sind auch im Ausland beliebt
Bei Deutschen ist die Lust auf Wein geschwunden

Die Deutschen haben im ersten Halbjahr trotz sinkender Preise weniger Wein getrunken. Allerdings erfreuen sich Weißwein und Wein aus Übersee steigender Beliebheit.

HB BERLIN. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 sei die verkaufte Weinmenge um 1 Prozent zurückgegangen, sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) am Donnerstag. Zugleich sei der Durchschnittspreis für eine 0,75-Liter-Flasche Wein um drei Cent auf 2,09 Euro gesunken. Die deutschen Winzer hätten bei der Verkaufsmenge ihren Marktanteil von 44 Prozent gehalten, der Anteil am Gesamtumsatz sei auf etwas unter die Hälfte zurückgegangen. Insgesamt gaben die deutschen Weintrinker in der ersten Jahreshälfte dem DWI zufolge rund 1,5 Milliarden Euro für Wein aus, auf den damit fast ein Drittel der Ausgaben der Verbraucher für alkoholische Getränke entfielen.

Während Weine aus Frankreich und Italien dem DWI zufolge Marktanteile einbüßten, verkauften sich Weine aus Übersee besser. Noch knapp 16 Prozent der verkauften Weinmenge entfielen dem DWI zufolge auf französische Weine, 12,5 Prozent auf italienische. Weine aus Chile, den USA, Australien oder Südafrika kamen zusammen auf einen Marktanteil von sieben Prozent. Dieser Zugewinn sei aber mit Preissenkungen von durchschnittlich elf Prozent erkauft worden, erklärte Büscher.

Dem DWI zufolge erfreut sich Weißwein erstmals seit Jahren auch in Deutschland wieder steigender Beliebtheit, der Anteil stieg um einen Prozentpunkt auf knapp 41 Prozent. Beim Weißwein halten deutsche Weinbauern mit einem Marktanteil von fast zwei Dritteln dem DWI zufolge eindeutig die Marktführerschaft. Auch im Export verzeichneten die deutschen Winzer Erfolge, sagte Büscher. So habe Deutschland in den zwölf Monaten bis einschließlich Mai 2004 wertmäßig elf Prozent mehr Wein ausgeführt als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

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