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Deutsche Wirtschaft sieht Ölpreis mit Sorge - Bremse für Autoindustrie

(dpa-AFX) Frankfurt - Die deutsche Wirtschaft beobachtet den hohen Öl- und Benzinpreis mit Sorge. Insbesondere die Automobilindustrie sieht Gefahren für die Konjunktur. "Die Kombination aus Ölpreisanstieg und Ökosteuer bremst die Autokonjunktur weiter aus. Das ist jenseits von Gut und Böse", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Montag in Frankfurt.

(dpa-AFX) Frankfurt - Die deutsche Wirtschaft beobachtet den hohen Öl- und Benzinpreis mit Sorge. Insbesondere die Automobilindustrie sieht Gefahren für die Konjunktur. "Die Kombination aus Ölpreisanstieg und Ökosteuer bremst die Autokonjunktur weiter aus. Das ist jenseits von Gut und Böse", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Montag in Frankfurt.

Die steigenden Belastungen verstärkten die bereits herrschende Zurückhaltung im Automarkt. Die Branche leide unter der Konjunkturflaute, obwohl Bedarf bei den Kunden bestehe und die Hersteller viele neue Modelle im Programm hätten.

Vdma: 'DAS Senkt Unseren Absatz'

Auch aus Sicht des Verbands der Maschinen-und Anlagenbauer (Vdma) drücken die hohen Ölpreise auf die Konjunktur der Branche. "Das senkt unseren Absatz", sagte der Vdma-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Zwar belebten die hohen Ölpreise die Konjunktur vor allem in den Öl-exportierenden Ländern des Nahen Ostens und in Russland, was über die steigende Kaufkraft zu einer höheren Nachfrage nach Maschinen und Anlagen führe. Die negativen Effekte könnten damit aber lediglich gemildert werden werden. "Der Saldo bleibt negativ."

Bei Lufthansa < LHA.ETR > sieht man die aktuelle Ölpreisentwicklung zwar gelassen. "Relativ zu den anderen Fluggesellschaften gesehen, sind wir besser gestellt", sagte Sprecherin Christine Ritz. Dies sei auf die erfolgreiche Absicherung gegen Ölpreissteigerungen mit Termingeschäften zurückzuführen.

Ziel sei es, 90 Prozent des Treibstoffbedarfs gegen das Risiko abzusichern. "Aber auch wir haben eine höhere Belastung, wenn der Ölpreis steigt". Die Absicherung sei nicht absolut. Der schwache Dollar federe allerdings einen Teil der Mehrbelastungen ab.

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