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Deutsche Wirtschaft verliert im 3. Quartal überraschend deutlich an Schwung

Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal wegen rückläufiger Exporte deutlich an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

dpa-afx WIESBADEN. Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal wegen rückläufiger Exporte deutlich an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal unbereinigt um 1,3 Prozent. Damit bestätigte die Behörde ihre ursprüngliche Schätzung. Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt damit gerechnet.

Im ersten und zweiten Quartal hatte das Wachstum im Quartalsvergleich noch jeweils 0,4 Prozent betragen.

Ausschlaggebend für das schwache Wirtschaftswachstum im dritten Quartal waren den Statistikern zufolge rückläufige Exporte (-1,1%). Zusammen mit einer relativ starken Zunahme der Importe (+4,3%) führte dies den Statistikern zufolge zu einem negativen Wachstumseffekt des Exportüberschusses (Außenbeitrag). Ein positiver Wachstumsimpuls ging hingegen von der starken Zunahme der inländischen Verwendung (+2,1%) aus.

Entscheidend für den Anstieg der inländischen Verwendung im Berichtsquartal gegenüber dem zweiten Quartal waren die kräftig gestiegenen Ausrüstungsinvestitionen (+4,1%) und ein starker Vorratsaufbau. Auch gegenüber dem Vorquartal höhere Investitionen in sonstige Anlagen (+2,0%) und gestiegene staatliche Konsumausgaben (+0,6%) trugen positiv zur Wirtschaftsleistung im dritten Quartal bei, während die Bauinvestitionen (-0,8%) zum dritten Mal im laufenden Jahr zurückgingen. Die privaten Konsumausgaben stagnierten auf dem Niveau des Vorquartals.

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