Deutscher Chef
Mitsubishi Fuso setzt auf Zusammenarbeit mit Daimler

Die von Mitsubishi Motors abgespaltene Lkw- und Bus-Sparte Fuso will unter ihrem neuen deutschen Chef Wilfried Porth in den nächsten fünf Jahren vor allem im Export wachsen und seine Kosten mit Hilfe des Großaktionärs Daimler-Chrysler drastisch kürzen. Im laufenden Geschäftsjahr soll der operative Gewinn um 50 Prozent wachsen.

Reuters TOKIO/STUTTGART. Mit einem Umsatzzuwachs um neun Prozent auf 790 Mrd. Yen (6,3 Mrd. Euro), Einsparungen bei den Materialkosten und einer Straffung der Produktion soll der operative Gewinn des größten japanischen Nutzfahrzeug-Bauers im Geschäftsjahr 2003/04 (Ende März) auf 13 Mrd. Yen (104 Mill. Euro) von 8,6 Mrd. Yen (72 Mill. Euro) 2002/03 steigen, wie Porth am Mittwoch in Tokio ankündigte. Fuso hat nach eigenen Angaben in Japan 30,5 % Marktanteil bei Lkw.

Der von Daimler-Chrysler nach Japan entsandte Porth stellte zugleich seine neue Strategie vor: "Wir haben ein neues Kapitel in diesem Unternehmen aufgeschlagen und wollen mit einem Strategiebündel unsere überlegene Position halten", sagte Porth. Mitusbishi Fuso wolle den Absatz im asiatischen Ausland binnen fünf Jahren um ein Fünftel auf dann 100 000 Einheiten ausbauen, bis 2005 sollen die Investitionen um 50 % auf rund 200 Mrd. Yen steigen, die Hälfte davon soll in neue Produkte fließen.

Ebenfalls bis 2005 soll Fuso die Kosten um 20 % senken. Helfen soll Porth dabei der deutsch-amerikanische Partner und Großaktionär Daimler-Chrysler, mit dem modulare Fahrzeugkonzepte auf Basis standardisierter Komponenten entwickelt werden sollen. "Unsere neue Allianz macht uns wesentlich stärker", sagte Porth. In China spreche Fuso mit einem Partner über den Bau schwerer Lkw, leichte Nutzfahrzeuge sollen gemeinsam mit den Partnern von Daimler-Chrysler gebaut werden.

Fuso war vor sechs Monaten von Mitsubishi Motors abgespalten worden. Daimler-Chrysler hatte für 710 Mill. Euro 43 % an dem Nutzfahrzeughersteller übernommen, 42 Prozent liegen bei Mitsubishi Motors, 15 % bei anderen Gesellschaften aus dem Mitsubishi-Konzern. Fuso gilt als Glanzstück im Konzern, der bei Pkw nur die Nummer vier in Japan ist und lange unter einem schlechten Image und schwachen Renditen litt.

Im laufenden Jahr hofft Fuso auf dem heimischen Markt von einer Sondernachfrage auf Grund verschärfter Abgas-Grenzwerte zu profitieren. Die Verkaufszahlen sollen um 22 % auf 79 000 Fuso-Lkw steigen. Im Konzern erwartet Fuso eine Absatzsteigerung auf 160 000 von 155 000 Fahrzeugen. Der im Geschäftsjahr 2002/03 von Sondereffekten belastete Nettogewinn soll sich 2003/04 auf 5 Mrd. Yen (Vorjahr 1,5 Mrd. Yen) verbessern.

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