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Deutscher Einzelhandel gegen längere Garantiezeiten

adx BERLIN. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) lehnt die vom Bundesjustizministerium geplante Verlängerung der Gewährleistungsfrist auf drei Jahre ab. Der lange Reklamationszeitraum sei belastend für den Handel, da auch nach Jahren der Nutzung Verbraucher unter Hinweis auf Mängel den Kaufpreis mindern oder auch die Ware zurückgeben könnten, teilte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel am Mittwoch in Berlin mit. Dies sei dann der Fall, wenn eine Reparatur oder Neulieferung nicht mehr möglich sei. Damit insbesondere kleine und mittlere Unternehmen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen könnten, müsse der Einzelhandel die Lieferanten innerhalb derselben Frist in Regress nehmen können, forderte Wenzel.

Mit dem Gesetzentwurf reagiert die Bundesregierung auf eine Richtlinie der Europäischen Kommission, die bis Ende 2001 eine europaweite Verlängerung der Gewährleistungsfrist auf zwei Jahr festschreibt. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) unterstützt die vorgesehene Verlängerung auf drei Jahre. Die AgV wies aber auch daraufhin, dass Deutschland dann im europäischen Vergleich noch immer nicht an der Spitze liege. In Großbritannien und Finnland gelten Fristen von fünf beziehungsweise zehn Jahren.

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