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Deutscher Einzelhandel mit leichtem Umsatzplus - Keine Trendwende

Die Lage im deutschen Einzelhandel hat sich im Juli überraschend weiter aufgehellt. Die Umsätze seien saison- und kalenderbereinigt nach einem deutlichen Anstieg im Vormonat real um 0,9 % im Vergleich zum Juni geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mit. "Die aktuellen Zahlen begründen noch keine Hoffnung", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband BAG, Johann Hellwege.

dpa-afx WIESBADEN. Die Lage im deutschen Einzelhandel hat sich im Juli überraschend weiter aufgehellt. Die Umsätze seien saison- und kalenderbereinigt nach einem deutlichen Anstieg im Vormonat real um 0,9 % im Vergleich zum Juni geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mit. "Die aktuellen Zahlen begründen noch keine Hoffnung", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband BAG, Johann Hellwege.

Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt im Juli im Monatsvergleich einen Rückgang um 0,6 % erwartet. Im Jahresvergleich verringerte sich nach Angaben der Behörde der Umsatz im Berichtszeitraum real um 0,9 %. Volkswirte sehen auch nach den Juli-Daten noch keine Trendwende im deutschen Einzelhandel.

'Lage Bleibt Kritisch'

"Die Lage im Einzelhandel bleibt weiter äußerst kritisch", sagte Hellwege. Letztlich stehe und falle die weitere Entwicklung im Einzelhandel mit tatsächlichen Fortschritten in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. In den ersten sieben Monaten setzten die Einzelhändler den Statistikern zufolge real 1,4 % weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Auch die Commerzbank hält die Lage am Arbeitsmarkt für entscheidend. Mit den jüngsten Daten mehrten sich allerdings die Zeichen für eine Stabilisierung des Einzelhandels. Der Handel sei gut in die zweite Jahreshälfte gestartet. Dies sei "ein Hoffnungszeichen" für die Entwicklung des privaten Verbrauchs im weiteren Jahresverlauf. So dürfte der Konsum im dritten Quartal wieder einen, wenn auch bescheidenen, Wachstumsbeitrag leisten. Eine Wende könne davon allerdings noch nicht abgeleitet werden.

NUR Technische Korrektur

Auch für die Fondsgesellschaft Invesco zeichnet sich trotz des leichten Umsatzanstiegs im Juli noch kein Ende des Abwärtstrends ab. Ein im dritten Quartal möglicher Umsatzanstieg sei lediglich eine technische Korrektur nach dem deutlichen Rückgang im zweiten Quartal. Auch das GfK-Konsumklima signalisiere keine Entspannung. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland habe im zweiten Quartal bereits seinen Zenit überschritten.

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