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Deutscher Immobilien Index (DIX) für 2003 nur noch bei 2,5%

Die schlechte Verfassung der Wirtschaft in Deutschland strahlt jetzt auch auf den Immobilienmarkt ...

Die schlechte Verfassung der Wirtschaft in Deutschland strahlt jetzt auch auf den Immobilienmarkt ab. Zwar war im Jahr 2003 die Rendite (Total Return) von Immobilien-Portfolios institutioneller Anleger immer noch positiv, aber der Abwärtstrend ist unübersehbar. Der DIX Deutscher Immobilien Index, der im Vorjahr noch bei 4,3% gelegen hatte, rutschte 2003 für alle Bestandsgrundstücke auf 2,5%. Das ist der schlechteste Wert, den die DID Deutsche Immobilien Datenbank GmbH seit der Einführung des DIX im Jahr 1996 verzeichnete.
Als Asset-Klasse haben Immobilien allerdings ihre Stabilität und ihre geringe Volatilität bewiesen. Annualisiert hat die Direktinvestition in Immobilien in den letzten acht Jahren eine Rendite von 4,4% erzielt - gleichauf mit Immobilien-AGs (EG-DIMAX), jedoch geringer als Festverzinsliche Wertpapiere (REXP) mit 6,1% und Aktien (DAX) mit 7,3%. Als Portfolio-Beimischung bleiben sie daher für institutionelle Investoren unverzichtbar.
20 Investoren lieferten 2003 bis zu 200 Einzeldaten pro Liegenschaft an die DID Deutsche Immobilien Datenbank GmbH, die für den DIX die Zahlen von rund 2.250 Bestandsgrundstücken mit einem Marktwert von etwa 35 Milliarden Euro verarbeitete. Das entspricht einer Marktabdeckung von 30%. 57% der im DIX erfassten Grundstücke entfielen auf die Nutzungsart Büro, 12,5% auf Handel, 11,5% auf Wohnen, 9,2% auf Handel/Büro und 9,4% auf andere Nutzungen wie Hotels etc. Den größten Anteil am DIX haben die Objekte im Rhein-Main-Gebiet, gefolgt von München, Berlin und Hamburg.
Um volle 3 Prozentpunkte auf 1,6% sank die Rendite von Büroimmobilien (Vorjahr 4,6). Immobilien mit gemischter Nutzung Handel/Büro verloren zum Vorjahr 1,2%punkte und lagen in 2003 bei 1,6% Total Return. Bei den reinen Handelsobjekten betrug der Rückgang gegenüber dem Vorjahr einen halben Prozentpunkt auf 4,9%. Nur Wohnimmobilien konnten ihre Rendite steigern: von 3,1% im Vorjahr auf 5,2% und damit um 2,1%punkte. Im Bürosektor erzielte Düsseldorf mit 3,7% den höchsten Total Return, gefolgt von Köln mit 3,5%. Die niedrigste Rendite verzeichneten Leipzig mit 0,6% und Hamburg mit 0,3%. Für alle Nutzungsarten gilt, dass die Leerstandsquote mit über 7% die höchste ist, die im DIX bislang verzeichnet wurde. Allerdings ist sie in Deutschland relativ zum Ausland gesehen noch gering. Vergleicht man dagegen die Renditen, so liegt der deutsche Immobilienmarkt im Jahr 2003 mit 2,5% an vorletzter Stelle. Schlechter war die Situation mit 0,9% nur noch in Schweden. Südafrika liegt von allen Ländern, die von der DID-Gesellschafterin IPD Investment Property Databank betrachtet werden, mit 15,1% an erster Stelle, gefolgt von Irland (12,7), Großbritannien (10,9), Kanada (8,2) und Frankreich (8,0).

Quelle: FINANZ BETRIEB, 09.06.2004

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