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Deutscher rettet sich nach vier Tagen aus Gletscherspalte

Der Skifahrer überlebte unter widrigsten Umständen vier Tage lang. Er war in den Schweizer Alpen 20 Meter tief in einen Spalt gestürzt.

afp LAUTERBRUNNEN. Ein deutscher Skifahrer hat sich in den Schweizer Alpen nach vier Tagen selbst aus einer Gletscherspalte befreit. Nach Polizeiangaben vom Montag war der 35-Jährige am Donnerstag beim Skifahren an der Jungfrau verunglückt und 20 Meter tief in einen Spalt gestürzt. Mit Hilfe seines Seils konnte sich der erfahrene Alpinist aus der Spalte hieven. Anschließend grub er sich ein Loch in den Schnee, um Sturm und Kälte zu trotzen. Am Sonntagmorgen erreichte der junge Mann schließlich eine Berghütte, von wo aus er die Polizei alarmierte. Ein Polizeisprecher sprach von einem "Wunder". Der 35-Jährige habe bei widrigsten Witterungsbedingungen mit Schneefall, Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Stundenkilometern und Temperaturen bis zu minus 25 Grad Celsius überlebt.

Der junge Mann war gemeinsam mit seinem Bruder Ski gefahren, als er in den Spalt fiel. Der Bruder konnte noch das Seil des Verunglückten an seinen in den Schnee gerammten Skiern und einem Eispickel festmachen und machte sich anschließend auf den Weg, um Hilfe zu holen. Nachdem er die Behörden alarmierte, wurde der jüngere Bruder mit Erfrierungen an Händen und Füßen gerettet. Schlechtes Wetter verhinderte jedoch die Hilfsaktion für den 35-jährigen, der sich schließlich selbst rettete.

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