Deutscher Rupprath siegt über 100 Meter Rücken: Moses schwimmt Weltrekord

Deutscher Rupprath siegt über 100 Meter Rücken
Moses schwimmt Weltrekord

Schwimmer Ed Moses hat beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin einen neuen Weltrekord über 200 Meter Brust aufgestellt. Für die deutschen Athleten gab es zwei Tagessiege.

HB BERLIN. Der US-Amerikaner Ed Moses hat beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin einen Weltrekord über 200 Meter Brust aufgestellt. Der 23-Jährige verbesserte seine eigene Bestmarke vom Vorjahr in Berlin um 25 Hundertselsekunden auf 2:02,92 Minuten.

Moses baute mit seinem zweiten Tagessieg nach den 100 Meter Brust seine Führung im Gesamtweltcup aus. «Ich war nach der letzten Wende mit den Kräften am Ende, aber das tolle Publikum hat mich unglaublich angetrieben», sagte Moses, der für Sonntag einen weiteren Weltrekordangriff ankündigte. «Ich werde versuchen, auch meine Marke über 100 Meter Brust zu unterbieten.»

Für deutsche Streckensiege am Samstag sorgten Thomas Rupprath (Wuppertal) und Marco di Carli (Sögel). Weltrekordler Rupprath (50,58) setzte sich über die 100 Meter Rücken in 51,47 Sekunden durch. Trotz einer gerade erst auskurierten Nasennebenhöhlenentzündung biss sich Rupprath durch. «Ich bin voll aus dem Training geschwommen, aber ich war hoch motiviert und wollte unbedingt gewinnen.» Langbahn-Europameister Stev Theloke (Chemnitz) landete in 52,77 auf dem vierten Rang.

Über 100 Meter Lagen holte sich der erst 18 Jahre alte Niedersachse di Carli die 1500 Dollar Siegprämie. In 54,33 Sekunden überzeugte der EM-Dritte auch bei seinem zweiten internationalen Einsatz im Erwachsenenbereich.

Bereits am Vormittag hatte Stephan Kunzelmann aus Hannover über 100 Meter Freistil den deutschen Rekord auf 47,82 Sekunden verbessert und seine glänzende Form nur zwei Monate nach einem Bandscheibenvorfall unter Beweis gestellt. Im Finale wurde er in 47,98 Sekunden allerdings nur Vierter. Der Argentinier Jose Meolans gewann in 47,61. Die neuerdings für Leipzig startende Sandra Völker lag als Vierte in 24,68 Sekunden nur knapp über ihrem deutschen Rekord (24,60). «Ich weiß, wo meine Defizite noch liegen», sagte Völker. «Für das, was ich trainiert habe, ist die Zeit gut.»

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