Deutscher Soldat wäre nicht mit Uran-Munition in Berührung gekommen Scharping: Keine Leukämiegefahr

dpa HAMBURG. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) sieht keine Leukämiegefahr für deutsche Soldaten durch den Einsatz US-amerikanischer Uran-Munition auf dem Balkan. Das sagte Scharping der "Bild"-Zeitung (Montag). "Ich bin für völlige Offenheit, alle Fakten sollen auf den Tisch - aber bitte Tatsachen!", sagte Scharping.

Der Minister äußerte Zweifel, dass die Erkrankung des Stabsunteroffiziers Christian Büthe ursächlich mit dessen Bosnien- Einsatz zu tun habe. "Was den bisher einzigen vermuteten Leukämie- Verdachtsfall bei der Bundeswehr angeht: Wenn die behandelnden zivilen Ärzte von der Schweigepflicht entbunden sind, ist eine vollständige Nachprüfung möglich." Laut Scharping hatte der Soldat beim Bosnien-Einsatz mit urangehärteter Munition "wohl nichts zu tun".

Scharping betonte, alle Fachärzte sähen nach den bisherigen stichprobenweisen Untersuchungen bei 120 Bundeswehrsoldaten "kein erhöhtes Krebs-Risiko durch Strahlung". Für Reihenuntersuchungen aller bisher auf dem Balkan eingesetzten 60 000 Bundeswehr-Soldaten sieht er bisher "keinen Anlass".

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