Deutscher Weinmarkt birgt noch Wachstumspotenzial: Größter Weinhändler ist Aldi

Deutscher Weinmarkt birgt noch Wachstumspotenzial
Größter Weinhändler ist Aldi

"Immer mehr Kunden kaufen immer mehr Wein", diese für die Branche erfreuliche Tatsache verkündete Thomas Klaas vom Deutschen Weininstitut auf einem Pressetermin im Vorfeld der Düsseldorfer Fachmesse Prowein, die in diesem Jahr 2 800 Aussteller aus 41 Ländern ab dem kommenden Sonntag für drei Tage auf das Messegelände am Rhein lockt.

ire DÜSSELDORF. Erwartet werden wie im Vorjahr rund 25 000 Fachbesucher.

Mit einem durchschnittlichen Wein- und Schaumweinkonsum von 24,3 Litern pro Person und Jahr tranken die Deutschen im vergangenen Jahr knapp einen halben Liter mehr Rebensaft als im Jahr zuvor. Nach der aktuellen Weinmarktbilanz der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist auch die Käuferreichweite weiter gestiegen. Im Jahr 2002 kauften fast 70 % der Verbraucher mindestens einmal im Jahr Wein ein

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Die seit Jahren stetig steigenden Ausgaben für Wein haben inzwischen einen Anteil von exakt einem Drittel der Ausgaben für alkoholische Getränke eingenommen, Bier und Spirituosen hingegen mussten leichte Einbußen hinnehmen. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts betrug der Gesamtwert des 2002 in Deutschland umgesetzten Weins 3,5 Mrd. Euro.

Erstmals hat der deutsche Weinmarkt im Jahr 2002 das Nachfragevolumen von 20 Mill. Hektolitern knapp überschritten. Damit rangiert er auf Rang vier der weltgrößten Verbrauchermärkte für Wein. Angeführt wird das Feld von Frankreich (34 Mill. hl), gefolgt von Italien (31 Mill. hl) und den USA (21 Mill. hl). Mit einem Importvolumen von 12,4 Mill. hl ist Deutschland das mit Abstand größte Weinimportland weltweit.

Die heimische Produktion von etwas mehr als 10 Mill. hl reicht schon seit Jahren nicht mehr für den Weindurst der Deutschen. Wobei die deutschen Konsumenten dem Rotwein den Vorzug geben. Er hat einen Marktanteil von 51 % vor Weißwein mit 41 %.

Trockene und halbtrockene Weine liegen dabei in der Verbrauchergunst vorne. Die deutschen Winzer exportieren insgesamt etwa 2 Mill. hl Wein.

Auch beim Rebensaft ist der allgemeine Trend zur "Verdiscountierung" deutlich zu spüren. Allein Aldi hat inzwischen einen Marktanteil von mehr als einem Fünftel erreicht, insgesamt werden 43 % aller Weine beim Discounter gekauft. Fast drei Viertel aller Weine werden über die Regale des Lebensmittelhandels vertrieben.

Auch für die nächsten Jahre prophezeit der IWSR ( International Wines and Spirits Record) dem deutschen Weinmarkt große Wachstumschancen. Bis 2006 sollen noch einmal 7,5 % an Volumen hinzukommen. Weltweit sind die größten Wachstumsraten im Marktsegment von Weinen mit einem Endverbraucherpreis von 5 Euro pro Flasche zu erwarten. Steigerungsfähig erscheint auch noch der Umsatz mit Weinen in einem Preissegment über 10 Euro pro Flasche. Doch hier erweisen sich die Deutschen als Billigheimer: Der Durchschnittspreis für eine Flasche Wein liegt hier zu Lande bei 2,70 Euro.

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