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Deutscher wird Afghanistan-Gesandter der EU

Die Europäische Union (EU) hat den deutschen Diplomaten Klaus-Peter Klaiber zu ihrem Sondergesandten für Afghanistan ernannt.

rtr BRÜSSEL. Die EU-Außenminister hätten sich auf Klaiber verständigt, hieß es in einer am Montag in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Klaiber solle zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten die EU in Afghanistan vertreten. Er soll dabei unter anderem die Bildung einer "legitimen und stabilen" multi-ethnischen Regierung in Kabul unterstützen. Klaiber solle eng mit den Afghanistan-Gesandten der UNO, Lakhdar Brahimi, kooperieren. Die EU dringt zudem auf eine rasche Umsetzung der Petersberg-Beschlüsse. Eine Afghanistan-Friedenstruppe sei "kein Thema" gewesen.

Die Bundesregierung hatte den 60-jährigen Diplomaten und NATO-Experten Klaiber beim Treffen der EU-Außenminister am 19. November für den Posten nominiert. Der neue Gesandte solle der EU in Afghanistan ein Gesicht geben und der Union helfen, dort ihr Engagement herauszustellen, hatte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, gesagt.

In der vergangenen Woche hatten sich Vertreter afghanischer Volksgruppen auf dem Petersberg bei Bonn auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt, die die Grundlage für Frieden und Wiederaufbau in Afghanistan schaffen soll. Mit dem Paschtunenführer Hamid Karsai an der Spitze soll sie am 22. Dezember ihre Arbeit aufnehmen. In dem Erklärungsentwurf der EU-Außenminister zu Afghanistan hieß es nach Angaben aus Delegationskreisen, die Beschlüsse müssten nun rasch umgesetzt werden. Pläne für eine UNO-Friedenstruppe hätten bei dem EU-Treffen aber "keine Rolle" gespielt, hieß es in deutschen Delegationskreisen.

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