Deutsches Angebot für nächste Mazedonien-Mission wird geprüft
NATO-Rat berät über weiteres Vorgehen in Mazedonien

In Brüssel hat am Mittwoch morgen der NATO-Rat Beratungen über das künftige Vorgehen in Mazedonien aufgenommen. Wie ein Sprecher der Allianz mitteilte, geht es dabei um eine mögliche weitere Präsenz von NATO-Einheiten in dem Balkanstaat nach der am gleichen Tag auslaufenden Entwaffnungsaktion "Essential Harvest".

afp BRÜSSEL. Die zweite Militäraktion mit dem Codenamen "Amber Fox" soll dem Schutz der zivilen Beobachter der Europäischen Union und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dienen. Sie haben die Aufgabe, die Einhaltung des im Sommer ausgehandelten Friedensabkommens zwischen albanischen und slawischen Mazedoniern zu überwachen.

Dem Sprecher zufolge prüft der NATO-Rat, dem die Botschafter der 19 Mitgliedsländer angehören, den Vorschlag Deutschlands, bei "Amber Fox" das Kommando zu übernehmen. Außerdem soll entschieden werden, wieviele Soldaten aus welchen Ländern für diese Mission entsandt werden sollen. Die Regierung in Skopje hatte in die Entsendung einer "leichten Truppe" eingewilligt; NATO-Experten bezifferten den Bedarf auf mindestens 600 Mann, Deutschland wünscht dagegen die Entsendung von rund tausend Mann. Ziel sei es, nach Ende der Mission "Essential Harvest" kein "Sicherheitsvakuum" in Mazedonien entstehen zu lassen, sagte ein Diplomat in Brüssel.

An der auf einen Monat begrenzten Entwaffnungsaktion hatten rund 4 800 Soldaten aus 17 NATO-Ländern teilgenommen. Sie hatten die Aufgaben, bei den Kämpfern der Untergrundorganisation "Nationale Befreiungsarmee" (UCK) 3 300 Waffen einzusammeln. Nach NATO-Angaben wurde dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Die Entwaffnungsaktion war Teil eines Friedensplans, der Konflikte zwischen der albanischen Minderheit und der slawischen Mehrheit in Mazedonien beilegen soll.

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