Deutsches "arubaito" heißt Teilzeitarbeit
Japan besorgt über Zahl von Teilzeitarbeitern

Die japanische Regierung fürchtet Wettbewerbsnachteile durch eine wachsende Zahl junger Teilzeitkräfte im Land. Die Zunahme solcher Beschäftigungsformen könne zu einer Verringerung der Berufskenntnisse unter der Jugend führen.

HB/dpa TOKIO. Die meisten solcher "Freeter" genannten Leute übten nur Routinetätigigkeiten und untergeordnete Beschäftigungen aus, warnte die Regierung am Freitag in ihrem Jahresbericht zu den Lebensbedingungen. Vor dem Hintergrund der andauernden Wirtschaftsflaute sind Firmen in Japan dazu übergegangen, zunehmend Teilzeitkräfte zu beschäftigen.

Der Zuwachs niedrig bezahlter Jobs könne den Trend beschleunigen, dass die Japaner erst später heiraten oder ganz Single bleiben, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Deflation und Alltagsleben - Junge 'Freeter' heute". "Freeter" ist eine Ableitung vom englischen "free" und dem deutschen "Arbeiter". Das Wort Arbeit wird im Japanischen "arubaito" ausgesprochen, bedeutet dort aber Teilzeitarbeit. Durch die Entwicklung könne der Rückgang der Geburtenrate beschleunigt und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigt werden, warnte die Regierung.

Die Zahl solcher jungen Japaner im Alter zwischen 15 und 34 Jahren stieg von 1,8 Millionen im Jahr 1990 auf rund 4,2 Millionen im Jahr 2001.

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