Deutsches Basketballteam
Nowitzki und Co. brennen auf Angola

Die deutschen Basketballer starten am Sonntag gegen Angola ins olympische Turnier. NBA-Star Dirk Nowitzki will seine Mannschaft in Peking zum Auftaktsieg führen. Doch bei allem Selbstbewusstsein ist allergrößte Vorsicht angesagt.

NBA-Star Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks will die deutschen Basketballer in Peking zum Auftaktsieg führen. "Wir alle sind heiß auf den Start. Wir wollen Spaß haben - und das so lange wie möglich", sagte der 30-Jährige vor dem ersten Gruppenspiel am Sonntag (11.15 Uhr Ortszeit/5.15 Uhr Mesz) gegen Angola.

Siege gegen den Afrikameister sowie Gastgeber China hat Nowitzki auf dem Weg ins Viertelfinale eingeplant. An der nötigen Motivation wird es nicht mangeln. Die Olympia-Euphorie hat die DBB-Delegation erfasst, seit sie am vergangenen Sonntag in der chinesischen Hauptstadt gelandet ist. "Ich habe gehört, dass alle Basketballspiele ausverkauft sein sollen. Das ist Motivation genug", sagte der gebürtige Würzburger.

Sein physisches und mentales Tief nach der nervenaufreibenden Qualifikation vor drei Wochen in Athen hat der sechsmalige NBA-Allstar überwunden. Das bestätigt auch Bundestrainer Dirk Bauermann: "Die alte Frische ist wieder da. Aber wir alle sind bereit für Olympia."

Doch bei allem Selbstbewusstsein ist allergrößte Vorsicht angesagt. "Angola wird uns alles abverlangen. Sie spielen schnell, recht unorthodox und sind deshalb unberechenbar. Dazu sind alle Spieler sehr beweglich und individuell stark. Sie werden uns Probleme bereiten", sagt Coach Bauermann.

Erinnerungen an den WM-Thriller

Einige Begegnungen mit Angolas Korbjägern in der Vergangenheit sollten Warnung genug sein. In den Köpfen ist den DBB-Riesen noch der Basketball-Thriller bei der WM 2006 in Saitama, als sie erst nach dreimaliger Verlängerung einen 108:103-Sieg und den Einzug ins Achtelfinale feierten. Matchwinner war damals der mit 47 Punkten überragende Nowitzki.

Damals berichtete der gebürtige Würzburger von "unglaublichen Glücksgefühlen". Vor der neusten Auflage des Duells mit den Afrikanern in Peking spricht er nun angesichts der weiteren schweren Gruppenspiele gegen Weltmeister Spanien, Vizeweltmeister Griechenland und den NBA-Stars der USA von einem "Pflichtsieg".

Der jetzige deutsche Co-Trainer Hansi Gnad indes weiß von einer nicht minder dramatischen Begegnung vor 16 Jahren bei der letzten Olympia-Teilnahme deutscher Basketballer zu berichten. Der einstige Center erlebte das mühevolle und am Ende glückliche 64:63 bei den Sommerspielen 1992 in Barcelona, als der damalige NBA-Profi Detlef Schrempf mit 19 Punkten gegen Angola groß aufspielte.

"Wir sind dabei und haben nichts zu verlieren. Die Gruppe ist ein Hammer, aber dennoch ist alles möglich", sagte Nowitzki. Denn nach dem Erreichen des Viertelfinales hoffen die "Bauermänner" auf einen neuen Schub Olympia-Euphorie, der ihnen zu einem unerwarteten Höhenflug verhelfen könnte.

© SID

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