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Deutsches Schulsystem stößt an seine Grenzen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht für das schlechte Abscheiden deutscher Schüler bei der internationalen Leistungsstudie "Pisa" vor allem das deutsche Schulsystem verantwortlich.

dpa BERLIN. Wenn trotz viel zu früher "Bestenauslese für das Gymnasium" anschließend die guten deutschen Schüler im Vergleich mit den Guten der anderen Länder nur knapp OECD - Durchschnitt erreichen, "dann kann am System etwas nicht stimmen", erklärte die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Montag.

Besonders makaber sei, dass Deutschland nur bei den schlechten Leistungen "Spitzenwerte" erziele. Wenn fast jeder fünfte deutsche Schüler nur geringe Basiskompetenzen im Verständnis von Texten erreiche, "müssen bei allen Verantwortlichen in der Bildungs- und Schulpolitik die roten Lampen angehen".

Die Bundesrepublik braucht nach den Worten von Stange jetzt einen "föderalen Befreiungsschlag" über Länder- und Parteigrenzen hinweg. Die "Pisa"-Ergebnisse müssten zu einer "ideologiefreien Bestandsaufnahme" genutzt werden. Stange weiter: "Der Streit der Parteien, Standes- und Interessenverbände hat Deutschlands Schulen offensichtlich die Zukunft verbaut. Wenn es aber um die Lebens- und Berufsperspektive unserer Kinder geht, muss Schluss sein mit ideologischen Grabenkämpfen.

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