Deutschland besonders betroffen
Heidelberger Druck streicht weltweit 2 200 Stellen

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck will im Zuge seines angekündigten Sparprogramms weltweit 2200 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Zehntel seiner Belegschaft.

Reuters HEIDELBERG. Vorstandschef Bernhard Schreier begründete die Maßnahmen am Dienstagabend in Heidelberg mit der anhaltenden Konjunkturflaute und der unerwartet schleppenden Entwicklung des Absatzmarktes für Digitaldruck-Maschinen. Auch betriebsbedingte Kündigungen seien nicht zu vermeiden. Mit 1 800 Stellen entfällt der größte Teil des Stellenabbaus auf Deutschland. Die Digital-Produktion in Kiel soll vollständig in die USA verlagert werden, die Werke in Ludwigsburg und Mühlhausen (Schwäbische Alb) werden an einem neuen Standort im Raum Stuttgart zusammengelegt. Ende August beschäftigte Heidelberger Druck 24 500 Mitarbeiter.

Der Arbeitsplatzabbau, der Teil eines Sparprogramms über 200 Mill. Euro ist, werde erst im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) voll wirksam, sagte Schreier. Trotz der nicht bezifferten Rückstellungen, die 2002/03 noch höher seien als die positiven Effekte, werde Heidelberger Druck das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen, bekräftigte er. Auch im September habe sich die Auftragslage nicht verbessert. Mit einer Erholung in der zyklischen Druckmaschinenbranche sei in diesem Geschäftsjahr nicht mehr zu rechnen. Langfristig soll Heidelberger Druck durch das Sparprogramm wieder Umsatzrenditen von bis zu 12 % erreichen.

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