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Deutschland: Erzeugerpreise sinken im November um 0,5 Prozent zum Vormonat

Billigeres Rohöl hat die Erzeugerpreise im November erstmals seit vier Monaten wieder sinken lassen. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte seien um 0,5 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

dpa-afx WIESBADEN. Billigeres Rohöl hat die Erzeugerpreise im November erstmals seit vier Monaten wieder sinken lassen. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte seien um 0,5 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Im Oktober waren sie noch um 0,9 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet.

Die Erzeugerpreise lagen damit um 2,8 (Oktober 3,3) Prozent über dem Vorjahresniveau. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,0 Prozent gerechnet. Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der Preisindex um 2,3 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse sanken wegen der niedrigeren Rohölpreise um 6,8 Prozent zum Oktober. Benzin (-4,5%), Diesel (-5,3%), leichtes Heizöl (-17,9%), schweres Heizöl (-6,9%) und Flüssiggas (-0,5) verbilligten sich jeweils. Insgesamt blieben die Preise für Mineralölerzeugnisse aber mit 12,5 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.

Preistreiber Stahl

Preistreiber war erneut Stahl. Walzstahl verteuerte sich im Durchschnitt um 38,2 Prozent zum Vorjahr. Besonders hohe Preissteigerungen gab es den Angaben zufolge für schwere Profile (+80,3%), Formstahl (+63,4%), Walzdraht (+56,3%) und Betonstahl (+50,1%).

Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung je nach Konjunkturlage zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

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