Deutschland hält mit 332 Unternehmen in Europa die Spitzenposition
2000 war für Biotechnologie-Branche Rekord-Jahr

Laut der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young war das vergangene Jahr hinsichtlich der Kapitalbeschaffung, der Marktbewertung, der Umsatzerlöse, der Anzahl der Firmen und der Beschäftigten für die Biotechnologie-Branche das bisher erfolgreichste. Im vergangenen Jahr habe auch der Trend zur Zusammenarbeit angehalten.

ap FRANKFURT. Für die europäische Biotechnologie-Branche war 2000 nach einem Bericht der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young das bisher erfolgreichste Jahr überhaupt: "Hinsichtlich der Kapitalbeschaffung, der Marktbewertung, der Umsatzerlöse, der Anzahl der Firmen und der Beschäftigten ereichte der Biotechnologie-Sektor ein Rekord-Niveau", stellte das Unternehmen fest.

Allianzen, Fusionen und Unternehmenskäufe hätten gegenüber dem Vorjahr um 41 % zugenommen. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssten die europäischen Biotechnologie-Unternehmen aber noch eine kritische Masse erreichen. Ernst & Young-Vorstandsmitglied Alfred Müller sagte, um etwa die Investitionen über einen leistungsfähigen Kapitalmarkt anzuregen, werde eine einheitliche pan-europäische High-Tech-Börse benötigt.

Zudem werde eine europaweite Wissenschaftsstrategie gebraucht, um Forschungsvorhaben besser steuern zu können. Auch sei eine konsistente Patent- und Preispolitik für Medikamente eine wichtige Voraussetzung für eine dynamische Entwicklung der europäischen Biotechnologie-Industrie.

Zu den Ergebnissen der Untersuchung teilte Ernst & Young weiter mit: Der Branchenumsatz sei europaweit um 38 % auf 8,7 Mrd. Euro gestiegen, Forschungs- und Entwicklungsausgaben hätten um 48 % auf 5 Mrd. Euro zugelegt. Gestiegen seien auch die Bilanzverluste - sie erhöhten sich um 42 % auf 1,6 Mrd. Euro.

Deutschland Spitzenreiter in Europa

Deutschland halte mit 332 Unternehmen, deren Hauptzweck die Kommerzialisierung der modernen Biotechnologie sei, nicht nur bei der Anzahl von Unternehmen die Spitzenposition in Europa, sondern hole auch quantitativ auf. Die Steigerung sämtlicher Kennzahlen liege über dem europäischen Durchschnitt.

"In Deutschland stieg der Umsatz um 52 % auf 786 Mill. Euro, die Anzahl der Beschäftigten um 31 % auf 10 673 und die Forschungs- und Entwicklungsausgaben um mehr als das Doppelte auf 719 Mill. Euro", hieß es. Zudem hätten deutsche Unternehmen erstmals amerikanische und britische Biotech-Unternehmen erworben - "ein Vorgang, der noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre", urteilte die Prüfungsgesellschaft.

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