Deutschland-Hauptquartier wird nach Berlin verlegt
Coca-Cola zeigt Essen die kalte Schulter

Die Deutschland-Zentrale von Coca-Cola zieht im kommenden Jahr von Essen nach Berlin um. Der 1929 im Ruhrgebiet gegründete Stammsitz werde aufgegeben und die Gesellschaft mit den Partnern Verkauf und Serviceleistung in die Hauptstadt verlagert.

HB/dpa ESSEN. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit und bestätigte damit einen Bericht der "Neue Ruhr Zeitung" (NRZ/Essen). In Berlin hat bereits der Hauptlizenznehmer Coca Erfrischungsgetränke AG-Cola (CCE AG) mit 10 000 Beschäftigten und rund 2 Milliarden Euro Umsatz seinen Sitz. Von Berlin aus sollen sämtliche Deutschland-Aktivitäten gesteuert werden. ´

Von dem Standortwechsel nach Berlin sind nach Konzernangaben 300 Beschäftigte in Essen betroffen. Sie sollen möglichst einen Arbeitsplatz bei Coca-Cola in Berlin oder in Nordrhein-Westfalen bekommen. "Wir haben dazu mit den Betroffenen Gespräche aufgenommen", sagte Sprecher Klaus Hillebrand. Deutschlandweit beschäftigt Coca Cola - 12 000 Menschen.

Die Deutschland-Tochter habe trotz des vorübergehenden Einbruchs auch 2001 keine roten Zahlen geschrieben, heißt es in Branchenkreisen. Der Absatz habe sich weiter stabilisiert. Jetzt erhofft die Tochter von der Konzentration in Berlin Synergieeffekte, die zu weiteren Kosteneinsparungen führen sollen. Als Motor will Coca-Cola jetzt erstmals ein Getränk nur für Kinder auf den Markt bringen. Das fruchtsafthaltige "Qoo" soll Marktführern wie "Fruchttiger" und "Capri-Sonne" bereits 2003 bedeutende Anteile abjagen.

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