"Deutschland ist beliebtestes Urlaubsland der Deutschen"
Tourismusbranche erwartet Buchungsrekorde

Trotz Wirtschaftsflaute und Terrorfolgen erwartet die deutsche Tourismusbranche für dieses und das kommende Jahr im Inland wieder Rekordergebnisse. Für 2001 rechnet die Deutsche Zentrale für Tourismus damit, die Zahl von 286,7 Millionen Übernachtungen des von der Weltausstellung Expo dominierten Vorjahres leicht zu übertreffen, wie die Vorsitzende des Verbandes, Ursula Schörcher erklärte.

ap FÜSSEN. Zusammen mit anderen Branchenvertretern zog sie am Montag in Füssen ein positives Fazit der vergangenen Saison. Besonders günstig habe sich sowohl im Auslands- als auch im Inlandsgeschäft das stark erweiterte Angebot an Pauschalreisen ausgewirkt, sagte Schörcher. Während das Übernachtungsvolumen aus dem Ausland von Jahresbeginn bis September um rund 3 % zurückgegangen sei, stiegen die Buchungen von Pauschalreisen für Urlaub im Inland ihren Angaben zufolge um rund 25 %. "Deutschland ist mit Abstand das beliebteste Urlaubsland der Deutschen", sagte Schörcher. 56 % aller Urlaubsreisenden blieben im Inland. Hier hätten die Buchungen um 4 % zugenommen, während bei Auslandsreisen lediglich ein Plus von 2 % zu verzeichnen gewesen sei, erkärte sie.

Rund 70 % der ausländischen Urlauber kamen ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr aus europäischen Ländern. Bei den Urlaubsbuchungen aus Übersee wie USA und Japan habe die Branche von Januar bis September einen Rückgang von 8 % verzeichnet. Nach den Anschläge vom 11. September sei aber nicht mit weiteren langfristigen Verlusten zu rechnen. "Es beginnt sich wieder in die normalen Bahnen zu bewegen", sagte Schörcher. Die Einführung des Euros werde zudem zu einer größeren Mobilität in Europa führen. "Unser hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis wird dann noch klarer herausgestellt werden", betonte Schörcher. Deutschland habe bei den neuen Tourismustrends Kultur, Event und Natur gute Ausgangspositionen, um Urlauber aus dem In- und Ausland anzulocken.

Das kommende Jahr stehe entsprechend des von der Uno ausgerufenen "Internationalen Jahres des Ökotourismus" unter dem Marketingschwerpunkt "Lust auf Natur", erklärte die Verbandschefin. Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu betonte auf der Veranstaltung, Bayern sei "nach wie vor Tourismusland Nummer eins" in Deutschland. Dass die inländische Tourismusbranche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überproportional wachse, liege vor allem an Verbesserungen im Dienstleistungsbereich. "Den Begriff 'Service-Wüste' Deutschland nimmt heute niemand mehr in den Mund", sagte der CSU-Politiker.

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