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Deutschland: Körperschaftsteuer legt im ersten Halbjahr um 82 Prozent zuDPA-Datum: 2004-07-19 11:26:21

(dpa-AFX) Berlin - Große Unternehmen und Banken müssen wieder erheblich mehr Körperschaftsteuer zahlen. Die lange Zeit stark rückläufige Steuerart, die vor allem Konzerne trifft, legte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 81,7 Prozent zu. Von Januar bis Juni brachte diese Gemeinschaftsteuer 6,66 Milliarden Euro in die Staatskassen. Das geht aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums für Juli hervor.

(dpa-AFX) Berlin - Große Unternehmen und Banken müssen wieder erheblich mehr Körperschaftsteuer zahlen. Die lange Zeit stark rückläufige Steuerart, die vor allem Konzerne trifft, legte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 81,7 Prozent zu. Von Januar bis Juni brachte diese Gemeinschaftsteuer 6,66 Milliarden Euro in die Staatskassen. Das geht aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums für Juli hervor.

Einen sehr deutlichen Rückgang von 13,2 Prozent gab es danach bei der Zinsabschlagsteuer, ebenfalls eine gemeinschaftliche Steuer von Bund und Ländern, die im ersten Halbjahr 4,32 Milliarden Euro einbrachte. Die den Ländern zufließende Erbschaftsteuer nahm in den sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48,2 Prozent zu und lag bei 2,44 Milliarden. In der SPD und unter den SPD-geführten Ländern gibt es Bestrebungen, diese Steuer zu erhöhen.

Insgesamt legte das Steueraufkommen in den ersten sechs Monaten um 1,1 Prozent zu und brachte 192,5 Milliarden Euro ein. Der Bund bekam davon 84,2 Milliarden, ein Plus von 0,5 Prozent, die Länder erhielten 87,2 Milliarden, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer lag bei 10,4 Milliarden und damit um 4,8 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis. Die Einnahmen haben sich damit besser entwickelt als noch im Mai erwartet. Sie liegen aber nach wie vor hinter den Prognosen vom November zurück, auf deren Basis der Haushalt 2004 entworfen wurde.

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