Deutschland mit 8,5 Prozent-Quote: Arbeitsmarkt in EU und Eurozone verdüstert sich

Deutschland mit 8,5 Prozent-Quote
Arbeitsmarkt in EU und Eurozone verdüstert sich

Die Lage am Arbeitsmarkt in der Europäischen Union hat sich zum Jahresende 2002 verdüstert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in allen 15 Ländern der EU stieg im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 7,8 %. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mit.

HB/dpa LUXEMBURG. In der Eurozone mit den zwölf Ländern der Gemeinschaftswährung wurde wie bereits im November eine Arbeitslosenquote von 8,5 % verzeichnet.

Für Deutschland ermittelte Eurostat ebenfalls einen Wert von 8,5 %. Die EU-Statistiker berechnen diese Quote allerdings nach anderen Kriterien als die deutsche Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg, die für Dezember den Wert von 10,1 % ermittelt hatte.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten verzeichneten nach den EU- Angaben Luxemburg mit 2,7 % und die Niederlande mit 2,9 %. Spanien verbuchte mit 12,0 % weiterhin die höchste Arbeitslosigkeit in der Union.

Auch im Jahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit in der Gemeinschaft zu. Sie hatte in der gesamten EU im Dezember 2001 bei 7,4 % gelegen, in der Eurozone bei 8,1 %. Nach Schätzung von Eurostat waren im Dezember in der gesamten Union 13,8 Mill. Männer und Frauen arbeitslos, in der der Eurozone 11,9 Mill..

Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit betrug in der EU im Dezember unverändert 15,1 %, in der Eurozone 16,3 %. Die Unterschiede hinsichtlich der Arbeitslosigkeit bei den unter 25- Jährigen sind aber von Land zu Land sehr groß. Für die Niederlande wurde ein Wert von 5,5 % ermittelt, für Spanien von 22,2 %.

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