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Deutschland: Staatliche Leistungen machen ein Viertel des Bruttoeinkommens aus

Jeder vierte Euro des Bruttoeinkommens privater Haushalte stammt inzwischen aus staatlichen Sozialleistungen wie Renten und Kindergeld. In Ostdeutschland und Ost-Berlin sei es im ersten Halbjahr 2003 sogar jeder dritte Euro gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

dpa-afx WIESBADEN. Jeder vierte Euro des Bruttoeinkommens privater Haushalte stammt inzwischen aus staatlichen Sozialleistungen wie Renten und Kindergeld. In Ostdeutschland und Ost-Berlin sei es im ersten Halbjahr 2003 sogar jeder dritte Euro gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Seit dem ersten Halbjahr 1998 erhöhte sich das Einkommen aus staatlichen Sozialleistungen um 16 % auf monatlich 887 ?, in Ostdeutschland um 10 % auf 911 ?. Hauptgründe für den Anstieg seien die zunehmende Zahl der Renten- und Pensionsempfänger sowie die mehrmalige Anhebung des Kindergeldes für das erste und zweite Kind, hieß es.

Das monatliche Bruttoeinkommen der Privathaushalte stieg den Angaben zufolge um acht Prozent auf 3 454 ? (1998: 3 202 ?). Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verfügten die Privathaushalte im ersten Halbjahr 2003 im Durchschnitt damit über ein Nettoeinkommen von 2 771 ? monatlich.

Sparquote Gesunken

Für den Konsum gaben die privaten Haushalte im ersten Halbjahr 2003 durchschnittlich 2 126 ? im Monat aus (+4,8% gegenüber 1998). In Ostdeutschland wurden rund 400 ? weniger in den Konsum gesteckt als in Westdeutschland. Die mit Abstand höchsten Ausgaben entfielen auf Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung: Die Kosten betrugen 691 ? im Monat und zehrten fast ein Drittel des gesamten Konsumbudgets auf. Die Ausgaben für Verkehr und Nachrichtenübermittlung erreichten einen Konsumanteil von 14,4 % und lösten Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (14,0%) als zweithöchsten Ausgabenbereich ab.

In der ersten Jahreshälfte 2003 sparten die Haushalte im Durchschnitt 322 ? monatlich und damit sechs Prozent mehr fünf Jahre zuvor (303 ?). Dennoch sank die Sparquote von 11,6 auf 11,4 % des ausgabefähigen Einkommens.

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