Deutschland und Frankreich sind weiterhin strikt gegen einen Irak-Krieg
Bundesregierung ist skeptisch

Die Bundesregierung hat sich ablehnend zum britischen Kompromissvorschlag in der Irak-Krise geäußert. Unmittelbar vor der Sitzung des Uno-Sicherheitsrates sagte Außenminister Joschka Fischer am Freitag in New York, der Vorschlag würde "sehr kurzfristig in eine militärische Aktion führen. Deswegen sehen wir das mit sehr, sehr großer Skepsis."

HB/dpa NEW YORK. Noch vor der Ratssitzung wollte Fischer mit dem französischen Außenminister Dominique de Villepin, Chefwaffeninspekteur Hans Blix und Uno - Generalsekretär Kofi Annan zusammenkommen.

Mit dem britischen Vorschlag würde dem Irak ein "ganz kurzfristiges Ultimatum" gesetzt, sagte Fischer. Dieses würde ein "faktisch kriegsauslösendes Moment" beinhalten. Außerdem müsse der Sicherheitsrat nach dem britischen Vorschlag beschließen, dass die Uno-Auflagen innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt seien. Das wäre "eine Umkehrung des Vetos", sagte Fischer. Der britische Vorschlag sollte am Freitag im Sicherheitsrat erörtert werden.

Deutschland und Frankreich sind strikt gegen einen Irak-Krieg. Die USA und Großbritannien haben hingegen eine Resolution in den Sicherheitsrat eingebracht, der eine Militäraktion rechtfertigen soll. Für diese Resolution scheint es derzeit aber keine Mehrheit in dem Uno-Gremium zu geben. Der britische Vorschlag sollte ein Zusatz zu der Resolution sein, um diese kompromisstauglich zu machen.

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