Deutschland verbessert
Konjunkturerwartung in Eurozone erhält Dämpfer

Die Konjunkturerwartungen von Unternehmen und Verbrauchern in der Eurozone haben im Juli im Vergleich zum Vormonat einen Dämpfer erhalten.

ddp/vwd BRÜSSEL. Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung sei von 99,6 im Juni auf 99,4 im Juli gefallen, teilte die Europäische Kommission am Freitag in Brüssel mit. Auch in der gesamten Europäischen Union sei der Juli-Index von 99,9 auf 99,7 leicht zurückgegangen. In Deutschland sei der Index im Juli dagegen um 0,2 Punkte auf 97,4 Punkte gestiegen. Dies war der erste Zuwachs seit April.

Die Schätzung für die Eurozone ist dennoch günstiger als die Erwartungen der von vwd befragten Volkswirte, die von einem Index-Wert von 99,2 ausgegangen waren. Der Sammelindex zur Wirtschaftsstimmung umfasst die Einschätzung von Industrie und Bauwirtschaft sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung der Aktienbörsen in der EU.

Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich dagegen im Juli verbessert. Der entsprechende Index sei von minus 0,45 Punkte im Juni auf minus 0,35 Punkte im Juli gestiegen, erklärte die EU-Kommission. Experten hatten einen weiteren Rückgang auf minus 0,47 Punkte prognostiziert. Im Mai hatte der Index bei minus 0,20 und im April bei minus 0,64 Punkten gelegen.

Auch die Erzeugerpreise der Industrie (ohne Baugewerbe) sind im Juni sowohl in der Eurozone als auch in der gesamten Union gegenüber Mai leicht um 0,1 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei in der Eurozone ein Preisrückgang von 1,1 Prozent und in der gesamten EU von 1,0 Prozent verzeichnet worden, teilte das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Diese Einschätzung deckt sich weitgehend mit den Prognosen von Volkswirten, die auf Monatssicht einen Rückgang von 0,1 Prozent und auf Jahressicht ein Minus von 1,0 Prozent in Aussicht gestellt hatten.

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