Deutschland wichtigstes Absatzland
Ikea gibt kategorisches Nein zu Börsengang auf

Der schwedische Möbelkonzern Ikea steht möglicherweise vor dem Gang an die Börse. Wie die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" am Mittwoch berichtete, äußerte Ikea-Gründer Ingvar Kamprad bei einem Wirtschaftstreffen in Göteborg erstmals die Bereitschaft, Aktien für Teile des bisher ausschließlich als stark verschachtelte Stiftung geführten Unternehmens auszugeben.

dpa STOCKHOLM. "Vielleicht gehen wir mit Teilen von Ikea an die Börse. Aber niemals mit dem gesamten Unternehmen", erklärte der 75-Jährige Schwede. Kamprad wollte die Äußerung der Zeitung gegenüber nicht weiter kommentieren. "Dagens Industri" zufolge könne ausgeschlossen werden, dass Ikea seine Kernaktivität mit 140 Möbelhäusern in 22 Ländern für andere Investoren durch Aktienemissionen öffnet. Denkbar für einen Börsengang seien aber unter anderem die von Ikea und der Familie Kamprad gemeinsam betriebene Ikanobank sowie Immobiliengeschäfte und die Industriegruppe Swedwood.

Mit den Ikea-Möbelhäusern, die es seit 1998 auch in China und seit vergangenem Jahr in Russland gibt, setzte Ikea im letzten Jahr 100 Mrd. Kronen (23 Mrd. DM/11,7 Mrd. Euro) um. Mit 22 % am Umsatz war Deutschland im letzten Jahr wichtigstes Absatzland vor Großbritannien mit 13 %.

Das persönliche Vermögen der in der Schweiz lebenden Familie Kamprad wird auf 300 Mrd. Kronen geschätzt. Der Firmengründer hatte den Erfolg seines 1943 gegründeten Möbelunternehmens immer wieder damit erklärt, dass Ikea nicht dem kurzfristigen Erfolgsdruck von Quartalsbilanzen bei Aktiengesellschaften ausgesetzt sei.

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