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Deutschland will Nordkorea 5 000 Tonnen Rindfleisch liefern

Reuters BERLIN. Die Bundesregierung will nach den Worten ihres Sprechers Uwe-Karsten Heye Nordkorea 5 000 Tonnen Rindfleisch liefern. Nach den ersten Erfahrungen werde man entscheiden, ob die Lieferung größerer Mengen in Frage kämen, sagte Heye am Mittwoch in Berlin. Es werde erwogen, bis zu 30 000 Tonnen Rindfleisch zu liefern, sagte Heye. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums soll Nordkorea Gefrierfleisch erhalten. Die Transporte könnten aber erst beginnen, wenn das wegen der BSE-Krise aufgelegte Rindfleisch-Aufkaufprogramm der EU starte, sagte eine Sprecherin. Dies könne Ende April oder Anfang Mai soweit sein.

Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) wies darauf hin, dass die Kosten für die Lieferung in Höhe von 50 Millionen Mark nicht aus ihrem Etat bezahlen könne. Die Lieferungen hätten mit den Folgen der BSE-Krise zu tun und könnten daher nicht aus aus der Nahrungsmittel-Hilfe des Entwicklungsministeriums finanziert werden.

Eine am Wochenende aus Nordkorea zurückgekehrte deutsche Delegation hatte nach Angaben des Agrarministeriums festgestellt, dass Nordkorea bis zu 6 000 Tonnen Gefrierfleisch pro Monat aufnehmen könne. Eine Lieferung sei daher nur mit einer Mengenbegrenzung möglich, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Das wegen der BSE-Krise aufgelegte EU-Schlachtprogramm stellt den Ländern frei, das Rindfleisch zu vernichten, einzulagern oder an bedürftige Länder zu verschenken.

Nordkorea hatte im Februar Interesse an 200 000 bis 400 000 Rindern bekundet, die wegen der BSE-Krise in Deutschland geschlachtet werden sollen.

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