Deutschlands erfolgreichste private Strommarke
Yello feiert Geburtstag und zieht positive Bilanz

dpa KÖLN. In 350 000 deutschen Haushalten kommt inzwischen "gelber Strom" aus der Steckdose. Bis zum Jahr 2002 sollen es 1,3 Mill. Haushalte werden. Das kündigte die Yello Strom GmbH in Köln ein Jahr nach ihrem ersten Marktauftritt an. Damals hatte der Stromlieferant, ein Tochterunternehmen der Energie Baden-Württemberg (EnBW), allerdings noch mit weitaus mehr Kunden gerechnet. Als Yello Strom vor einem Jahr den ungläubigen deutschen Verbrauchern auf Plakaten verkündete, welche Farbe ihr Strom habe, glaubte man bei dem Stromanbieter noch, dass 10 % der deutschen Haushalte ihren Stromlieferanten wechseln würden. Tatsächlich wechselten nur ein bis zwei Prozent der Haushalte - in absoluten Zahlen 700 000 Stromkunden. Davon haben sich 350 000 für "gelben Strom" entschieden. "Das ist eine gute Ausgangsposition für den weiteren Wettbewerb", meint Yello-Geschäftsführer Michael Zerr. Bis 2002 will Yello Strom 1,3 Mrd. DM (0,66 Mrd. Euro) Umsatz erwirtschaften. Über den derzeitigen Umsatz wird nicht geredet. Auch über die Verluste schweigt das Unternehmen. In zwei Jahren will man schwarze Zahlen schreiben. Zudem schreibt sich das Unternehmen auf die Fahne, wesentlich dazu beigetragen zu haben, dass die Strompreise seit der Liberalisierung vor gut zwei Jahren deutlich gesunken seien. Die Yello Strom GmbH bleibt optimistisch und rechnet für die Zukunft mit einer "Steigerung der Wechselquote", von der Yello überproportional profitieren soll. Zum Geburtstag warben die Kölner deshalb mit großen - natürlich gelben - Anzeigen für einen Probewechsel. Insgeheim gibt man bei Yello im rechtsrheinischen Köln- Poll zu, dass auch Yello-Strom eigentlich farblos sei. Lediglich die Jalousien im gläsernen Rundbau der Kölner Zentrale seien gelb.

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