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Deutz kündigt Verluste auch für das Gesamtjahr an

Der Kölner Motorenbauer Deutz AG hat in den ersten neun Monaten seine Verluste ausgeweitet und wird 2001 sein Ergebnisziel nicht erreichen. Ein ausgeglichenes Ergebnis, wie es in Aussicht gestellt worden war, könne 2001 nicht mehr erreicht werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Reuters KÖLN. Die rückläufige Absatzentwicklung bei schnell laufenden Motoren wirke sich deutlich negativ aus und Erfolge beim Absatz bei Mittel- und Großmotoren würden sich erst in den kommenden Jahren über das Servicegeschäft positiv auswirken, hieß es. In den ersten neun Monate sei bei einem Umsatzrückgang auf 873,6 (Vorjahr 953,1) Millionen Euro ein Verlust von 19,7 (minus 4,9) Millionen Euro angefallen. Operativ sank das Ergebnis (Ebit) auf 14,7 (25,8) Millionen Euro.

Noch Mitte August hatte der Konzern für das Gesamtjahr ein ausgeglichenes Ergebnis angekündigt, aber bereits eingeschränkt, dass dies von der weiteren Konjunkturentwicklung abhängig sei. Die stark nachlassende Konjunktur in den USA ebenso wie die Finanzkrise in der Türkei und eine zum Stillstand gekommene Baukonjunktur in Deutschland habe die Ertragslage des Konzern belastet, hieß es.

Deutz teilte weiter mit, das eingeleitete Umbaukonzept des Konzerns, das unter anderem Kosteneinsparungen durch Personalabbau, die Straffung der Modellpalette und den Verkauf von Nicht-Kerngeschäften vorsieht, werde in einigen Bereichen deutlich verschärft. Die Devise sei, Kosten zu sparen auf allen Ebenen, sagte ein Sprecher. Die für dieses Jahr angekündigte Streichung von 300 Stellen werde bis zum Jahresende realisiert sein. Weitere Details wurden aber nicht genannt. Derzeit beschäftigt der Konzern noch 6043 (6816) Mitarbeiter.

Im März hatte Deutz-Chef Gordon Riske gesagt, mit dem Umbaukonzept das Ergebnis in den kommenden drei Jahren um 109 Millionen Euro zu verbessern. Damals kündigte er an, für 2001 sei ein Überschuss von knapp vier Millionen Euro geplant. 2000 hatte Deutz bei einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro einen Verlust von 8,9 Millionen Euro ausgewiesen.

Die im Börsenindex MDax gelisteten Deutz-Aktien sanken am Donnerstag in einem behaupteten Börsenumfeld um 5,2 Prozent auf 2,01 Euro.

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