"Developer Portals" im Internet
Software aus Bausteinen zusammengesetzt

Das Internet macht den Software-Entwicklern das Leben leichter. Von so genannten Developer Portals können sie sich Programmteile herunterladen und in ihre Eigenentwicklungen einbauen. Der Programmieraufwand reduziert sich dadurch oft erheblich.

HB STUTTGART. Online-Händler wie Componentsource aus Kennesaw im US-Bundesstaat Georgia bieten im Web Programme an, die sich leicht integieren lassen. Dabei handelt es sich um Funktionen, die sich für die unterschiedlichsten Zwecke verwenden lassen. Es liegt daher nahe, diese nur einmal zu entwickeln.

Objektorientierung heißt dieser Trend in der Fachsprache der Informatiker. Voraussetzung für die Programmentwicklung nach dem Baukastenprinzip sind fest definierte Schnittstellen, wie sie die vorherrschenden Objekttechnologien bieten - Microsofts COM und Suns Java. Wer sich an die Schnittstellen hält, kann slche Software-Bausteine liefern.

Etwa die Hälfte aller Anwendungen werden heute mit Hilfe der Komponenten-Technologie erstellt, schätzt Michael Blechar von der Cosulting Gartner Group-Firma aus Stamford. "Im Jahr 2005 werden es bis zu drei Viertel sein", prognostiziert er.

Eines der größten Developer Portale im Internet ist Componentsource. Es hat 6 500 Software-Module aus vielen verschiedenen Programmierwerkstätten in seinem virtuellen Lager. Eines davon ist Column Chart 2.1, mit dem Tabellen in Balkengrafiken umgewandelt werden können. Die Software kann innerhalb eines Management-Informationssystems den Geschäftsverlauf veranschaulichen. Das Programm gibt es schon für 27 $.

Das Programm Query 1.0 dagegen wird als Bindeglied zwischen Management-Informationssystem und einer Datenbank des Unternehmens genutzt. Es erspart es dem Anwender, komplizierte Abfragetechniken zu erlernen. Query übersetzt die Datenbank-Sprache SQL in Maus-Klicks. Die Software kostet rund 356 $.

Ein anderes Portal ist Flashline aus Cleveland, Ohio. Doch gehört das Feld nicht den Web-Portalen allein: "Vor allem IT-Dienstleister wie EDS oder Andersen bringen Leben in den Komponenten-Handel", beobachtet Marktanalyst Blechar. Ihr Geschäftsmodell werde künftig sehr jenem der Hersteller von Standard-Software wie der Walldorfer SAP ähneln. "Sie werden mit bereits zu 80 % vorgefertigten Lösungen zum Kunden kommen." Die Komponenten-Bauweise ermöglicht es dann, das System an die spezifischen Bedürfnisse des Auftraggebers anzupassen.

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