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Devisen: Enttäuschende US-Daten treiben Eurokurs in Richtung 1,21 Dollar

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Kurs des Euro < Eurous.FX1 > hat sich am Dienstag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten wieder der Marke von 1,21 US-Dollar angenähert. Bis zum Nachmittag kletterte die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,2076 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor Veröffentlichung der US-Konsumausgaben noch auf 1,2022 (Montag: 1,2055) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8318 (0,8295) Euro.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Kurs des Euro < Eurous.FX1 > hat sich am Dienstag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten wieder der Marke von 1,21 US-Dollar angenähert. Bis zum Nachmittag kletterte die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,2076 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor Veröffentlichung der US-Konsumausgaben noch auf 1,2022 (Montag: 1,2055) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8318 (0,8295) Euro.

"Die Daten signalisieren eine ausgeprägte Wachstumsschwäche zur Jahresmitte in den USA", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Nun stelle sich die Frage, ob sich diese Schwäche auch in den kommenden Quartalen fortsetze. In den USA sind die privaten Konsumausgaben im Juni überraschend deutlich um 0,7 Prozent zum Vormonat gefallen. Dies war der größte Rückgang seit September 2001. "Die ungezügelte Konsumnachfrage auf Pump nähert sich ihrem Ende", sagte Fritsch. Entscheidend sei nun, ob die erwartete Belebung am Arbeitsmarkt kräftig genug sei, um die auslaufenden fiskalischen Impulse auszugleichen.

Zum Ende des zweiten Quartals ist die US-Wirtschaft dem Experten zufolge insgesamt "nicht rund gelaufen". Der hohe Ölpreis sei ein weiterer Belastungsfaktor. Inzwischen kletterten die Notierungen bereits täglich auf neue Rekordmarken. Dabei zeichne sich keine Entspannung ab. Dies bereite Sorge, da höhere Ölpreise den Konsum dämpften und damit die wichtigste Stütze der US-Konjunktur weiter an Dynamik verliere. Angesichts dieses Szenarios könnte die US-Notenbank den Leitzins insgesamt moderater anheben als bisher angenommen.

Auch nach Einschätzung von Devisenexperte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank sind "die Aussichten auf geringere Steuerrabatte und steigende Zinsen kein Cocktail, der die Verbraucher zu neuen Konsumhöchstleistungen ermuntert". Auch die jüngsten Daten zur Lage am Arbeitsmarkt böten keinen Ansatz, von einer verstärkten Belebung auszugehen. Harte Fakten wird der Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag liefern.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6607 (0,66005) britische Pfund < Gbpvs.FX1 > , 133,23 (134,09) japanische Yen < Jpyvs.FX1 > und 1,5413 (1,5361) Schweizer Franken < Chfvs.FX1 > fest. Die Feinunze Gold < Gldpm.FX1 > wurde in London mit 390,95 (391,50) Dollar notiert.

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