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Devisen: Euro deutlich unter 1,19 US-Dollar - US-Erzeugerpreise stützen Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im Sogvon milliardenschweren Steuerausfällen in Deutschland und gemischtenUS-Konjunkturdaten deutlich unter 1,19 US-Dollar gerutscht. Auch dieveröffentlichten US-Erzeugerpreise gaben laut Devisenhändlern Anlass fürSpekulationen auf eine baldige Zinswende und unterstützten damit den Dollar. AmAbend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1813 Dollar. EinRekord-Handelsdefizit hatte den Euro am Mittwoch noch über 1,19 Dollargetrieben. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs amDonnerstag auf 1,1823 (Mittwoch: 1,1857) Dollar fest. Der Dollar kostete damit0,8458 (0,8434) Euro.

"Der Schwung hat nicht ausgereicht", sagte Devisenexpertin Antje Praefckevon der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zum gestoppten Kursanstieg desEuro. Bereits am Vormittag sei der Euro im Sog eines zum Yen erstarkten Dollarunter Druck geraten. Die US-Konjunkturdaten am Nachmittag seien gemischtausgefallen. Während die Erzeugerpreise auf steigenden Preisdruck und damit aufeine rasche Leitzinserhöhung in den USA hindeuteten, seien die wöchentlichenArbeitsmarktdaten und die Einzelhandelsumsätze etwas schwächer als erwartetausgefallen.

Vor weiteren wichtigen Konjunkturdaten aus den USA am Freitag hielten sichviele Marktteilnehmer mit größeren Engagements zurück. Der Markt sei derzeitverunsichert und habe noch keine eindeutige Richtung gefunden, sagte Praefcke.Entscheidende Impulse für die Entwicklung am Devisenmarkt dürften erst dieVerbraucherpreise und der Industrieproduktion in den Vereinigten Staatenliefern. Anziehende Verbraucherpreise und eine robuste Industrieproduktion wärenein weiteres Signale für eine rasche Zinswende in den USA.

Die Steuerausfälle in Deutschland seien für den Euro ein weitererBelastungsfaktor gewesen. Der Staat muss bis Ende 2007 mit dramatisch höherenSteuerausfällen als bisher erwartet rechnen. Bund, Länder und Kommunen erhalten2004 und in den nächsten drei Jahren 61 Milliarden Euro weniger Steuern alsveranschlagt. Vor den US-Konjunkturdaten sei die Steuerschätzung aber etwas inden Hintergrund getreten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einenEuro auf 0,6703 (0,6697) britische Pfund , 135,14 (134,18) japanischeYen und 1,5383 (1,5411) Schweizer Franken fest. DieFeinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 375,15 (382,20)Dollar notiert.

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