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Devisen: Euro erreicht neuen Rekord - Enttäuschung über Arbeitsmarkt in USA

Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht hat den Kurs des Euro am Freitag im zweiten Anlauf auf einen neuen Rekordstand getrieben. In der Spitze kletterte die Gemeinschaftswährung am Abend mit 1,3 398 Dollar auf den höchsten Stand seit ihrer Einführung an den Finanzmärkten 1999.

dpa-afx FRANKFURT. Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht hat den Kurs des Euro am Freitag im zweiten Anlauf auf einen neuen Rekordstand getrieben. In der Spitze kletterte die Gemeinschaftswährung am Abend mit 1,3 398 Dollar auf den höchsten Stand seit ihrer Einführung an den Finanzmärkten 1999. Damit wurde die erst am Donnerstag erreichte alte Rekordmarke von 1,3 383 Dollar leicht übertroffen. Der Kurs des Euro hatte unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten am Nachmittag zunächst keine neue Rekordmarke gesetzt.

Zuletzt kostete der Euro 1,3 385 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3 300 (1,3 314) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 519 (0,7 511) Euro. In der laufenden Woche hat der Euro damit an vier von fünf Handelstagen neue Höchstmarken erreicht.

"Der Euro hat den alten Rekord nicht in einem großen Sprung, sondern schrittweise überwunden", sagte Devisenexperte Rainer Sartoris vom Bankhaus Hscb Trinkaus & Burkhardt. Nach einem kurzen Zögern der Märkte habe die Enttäuschung an den Devisenmärkten über den unerwartet geringen Stellenzuwachs in den USA aber überwogen. Die US-Wirtschaft hatte im November außerhalb der Landwirtschaft mit einem Beschäftigungszuwachs von 112 000 deutlich weniger neue Stellen geschaffen als von Volkswirten erwartet.

Zunächst hätten Gewinnmitnahmen den Höhenflug des Euro etwas gebremst, sagte Sartoris. Mit dem Überwinden der alten Höchstmarke sei der Weg über die Marke von 1,34 Dollar nun aber frei. Nach dem kräftigen Kursanstieg der vergangenen Wochen bleibe eine Korrekturbewegung damit weiter überfällig. Es gebe aber derzeit keine Anzeichen für ein Ende der globalen Dollarschwäche. Auch Devisenhändler Jan Koczwara von der Helaba sieht noch kein Ende des Euro-Höhenfluges. Kurse von 1,35 Dollar in der Spitze seien durchaus erreichbar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 901 (0,6 891) britische Pfund , 137,05 (136,78) japanische Yen und 1,5 273 (1,5 268) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 448,65 (454,20) Dollar gefixt.

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