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Devisen: Eurokurs entfernt sich leicht von Drei-Monats-Hoch - VerschnaufpauseDPA-Datum: 2004-07-09 17:18:06

(dpa-AFX) Frankfurt - Eine Terrorwarnung in den USA und Signale für ein Nachlassen der Wirtschaftsdynamik haben den Eurokurs < Eurous.FX1 > am Freitag zeitweise auf den höchsten Stand seit Mitte März getrieben. In der Spitze kletterte der Euro bis auf 1,2423 Dollar. Am Nachmittag büßte der Euro aber einen Teil seiner Kursgewinne wieder ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2372 (Donnerstag: 1,2348) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8083 (0,8098) Euro. Seit vergangenem Freitag hat der Euro damit um mehr als 2,5 US-Cent zugelegt.

(dpa-AFX) Frankfurt - Eine Terrorwarnung in den USA und Signale für ein Nachlassen der Wirtschaftsdynamik haben den Eurokurs < Eurous.FX1 > am Freitag zeitweise auf den höchsten Stand seit Mitte März getrieben. In der Spitze kletterte der Euro bis auf 1,2423 Dollar. Am Nachmittag büßte der Euro aber einen Teil seiner Kursgewinne wieder ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2372 (Donnerstag: 1,2348) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8083 (0,8098) Euro. Seit vergangenem Freitag hat der Euro damit um mehr als 2,5 US-Cent zugelegt.

"Nach den deutlichen Kursgewinnen der letzten sieben Tage konsolidiert der Euro auf hohem Niveau", sagte Devisenexperte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Positive Unternehmensmeldungen aus den USA hätten den Dollar dabei nicht nachhaltig gestützt. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten böten eher Anlass zur Sorge. Die Entwicklung im Großhandel mache deutliche, dass die US-Wirtschaft für das Lager produziert, während der Absatz enttäusche.

Auch die in der kommenden Woche zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten dürften "keine Entwarnung" für den Dollar bringen, erwartet Hellmeyer. Im Gegenteil: "Das Tempo der Dollarschwäche wird sich in den nächsten Wochen noch erhöhen", sagte der Experte. So dürfte das US-Handelsbilanzdefizit erneut signalisieren, wie abhängig das Land von Kapitalimporten bleibt. Darüber hinaus dürfte die Dynamik im Einzelhandel nachlassen dabei bleibe der Inflationsdruck hoch.

Die Terrorwarnung in den USA hält Hellmeyer unterdessen für "ein vorgeschobenes Argument" der Dollarschwäche. Die treibende Kraft sei nicht der Terror, sondern die Schwäche der US-Wirtschaft. Darüber hinaus dürften die Defizite wieder verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Die US-Regierung vermutet einem Bericht der "New York Times" zufolge Bin Laden persönlich hinter Anschlagsplänen. Die Regierung hatte am Vortag vor Terroranschlägen vor den Präsidentschaftswahlen gewarnt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6684 (0,6668) britische Pfund < Gbpvs.FX1 > , 134,24 (134,58) japanische Yen < Jpyvs.FX1 > und 1,5188 (1,5189) Schweizer Franken < Chfvs.FX1 > fest. Die Feinunze Gold < Gldpm.FX1 > wurde in London mit 406,50 (405,35) Dollar notiert.

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