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Devisen: Eurokurs entfernt sich von Zweimonats-Hoch zum Dollar

Der Kurs des Euro hat sich am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone wieder von seinem am Vortag erreichten Zweimonats-Hoch entfernt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2 398 Dollar. In der Spitze war der Euro am Morgen noch bis auf 1,2 438 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2 413 (Donnerstag: 1,2 409) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 056 (0,8 059) Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro hat sich am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone wieder von seinem am Vortag erreichten Zweimonats-Hoch entfernt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2 398 Dollar. In der Spitze war der Euro am Morgen noch bis auf 1,2 438 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2 413 (Donnerstag: 1,2 409) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 056 (0,8 059) Euro.

"Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone haben den Euro wieder leicht unter Druck gesetzt", sagte Devisenexperte Guido Zimmermann von der Dekabank. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im September war überraschend deutlich gesunken. Dies sei für die Wirtschaft der Eurozone kein positives Signal. Allerdings bewegten sich die Devisenmärkte insgesamt weiter in einer "sehr engen Spanne".

"Der Markt wartet auf eine Richtungsentscheidung", sagte Zimmermann. Diese sei durch die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten nicht gefallen. Die veröffentlichten Stimmungsindikatoren für die Konsumenten und die Industrie seien zwar leicht zurückgegangen, blieben aber auf einem sehr hohen Niveau. Für die weitere Richtung am Devisenmarkt dürfte der in einer Woche zur Veröffentlichung anstehende US-Arbeitsmarktbericht maßgeblich sein. Die Dekabank erwartet einen enttäuschend geringen Stellenzuwachs.

Auch das Treffen der sieben führenden Industrienationen am Wochenende wirke lähmend auf die Devisenmärkte. Mit Spannung werde erwartet, ob die G7 ein Signal für eine stärkere Wechselkursflexibilität der chinesischen Währung liefern wird. China hat den Yuan seit Jahren fest an den Dollar gekoppelt. Dies stößt insbesondere in den USA auf Kritik. Nach Einschätzung der US-Regierung leidet die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie darunter.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,69 095 (0,6 868) britische Pfund , 136,85 (137,17) japanische Yen und 1,5 495 (1,5 524) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 418,10 (415,65) Dollar notiert.

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