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Devisen: Eurokurs gibt im Abendhandel deutlich nach - Gewinnmitnahmen

Der Eurokurs ist am Donnerstagabend belastet von Gewinnmitnahmen wieder unter die Marke von 1,30 Dollar gesunken. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen 18.20 Uhr 1,2 942 Dollar, nachdem sie am Vormittag mit 1,3 074 ein neues Rekordhoch markiert hatte.

dpa-afx FRANKFURT. Der Eurokurs ist am Donnerstagabend belastet von Gewinnmitnahmen wieder unter die Marke von 1,30 Dollar gesunken. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen 18.20 Uhr 1,2 942 Dollar, nachdem sie am Vormittag mit 1,3 074 ein neues Rekordhoch markiert hatte.

Händler begründeten die Kursverluste mit Gewinnmitnahmen vor dem am Wochenende beginnenden Treffen der Notenbankchefs und Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Zwar wird kein offizieller Beschluss zu den Wechselkursen erwartet. Am Rande werde das Thema aber mit Sicherheit angesprochen, hieß es. Möglich seien zumindest verbale Interventionen gegen die anhaltende Dollar-Schwäche.

Rückenwind erhielt der Dollar am Abend vom Konjunkturindex der regionalen Notenbank von Philadelphia. Dieser sank zwar im November stärker als erwartet, deutet aber weiter auf ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes hin. Zudem weist der Indikator auf einen zunehmenden Stellenaufbau hin. Dies gilt als Voraussetzung für einen starken privaten Konsum, der die wichtigste Stütze der US-Wirtschaft ist und gut zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Leistung ausmacht.

Bundesbankpräsident Axel Weber sieht in dem jüngsten Euro-Anstieg keine Gefahr für die Konjunkturerholung in den Euroländern. Die starke Euro-Aufwertung sei zwar unerwünscht, sagte Weber der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe). "Der bisherige Rückgang der preislichen Wettbewerbsfähigkeit ist aber nicht so ausgeprägt, dass er die exportgetriebene Konjunkturerholung ernsthaft gefährden könnte."

Weber stellte außerdem die Erwartung vieler Marktteilnehmern in Frage, wonach die Dollar-Schwäche anhalten werde. Es gebe "einige Fundamentaldaten, die eine Stärkung des Dollar nahe legen könnten". Dazu zähle die Bewegung der US-Geldpolitik hin zu einem neutralen Zinsniveau und die vergleichsweise günstigeren mittel- bis langfristigen Wachstumsperspektiven der USA.

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