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Devisen: Eurokurs klettert über 1,34 Dollar - Härte der Bundesbank stützt

Der Kurs des Euro ist am Montag wieder über die Marke von 1,34 Dollar geklettert. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3 408 Dollar und damit gut einen Cent mehr als noch am Morgen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Montag wieder über die Marke von 1,34 Dollar geklettert. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3 408 Dollar und damit gut einen Cent mehr als noch am Morgen. Der vor knapp zwei Wochen erreichte Rekordstand von 1,3 469 Dollar rückt nun wieder in Sichtweite. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3 378 (Freitag: 1,3 264) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 475 (0,7 539) Euro.

"Das Signal der Unabhängigkeit der Bundesbank im Streit um den Verkauf von Goldreserven in Deutschland hat den Euro gestützt", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die von der Bundesbank mit einem Verkauf von lediglich acht Tonnen Gold geübte Zurückhaltung sei ein Vertrauensbeweis und damit positiv für den Euro. Es sei durchaus zu begrüßen, dass sich die Währungshüter nicht dem politischen Druck beugten, sagte Fritsch. Statt den erlaubten 120 Tonnen verkauft die Deutsche Bundesbank nur winzige Teile ihrer Goldbestände. Die Politik hatte sich zum Stopfen von Haushaltslöchern für umfangreichere Goldverkäufe ausgesprochen.

Auch die Signale für ein sich belebendes Weihnachtsgeschäft in der größten Volkswirtschaft der Eurozone verhalfen dem Euro Fritsch zufolge zu Kursgewinnen. Die Anzeichen für einen sich selbst tragenden Aufschwung in Deutschland mehrten sich und wirkten positiv für den Euro. So habe das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) trotz der gesenkten Wachstumsprognosen bereits Anzeichen für ein Anspringen der Binnenkonjunktur ausgemacht.

Die Aufhellung der Stimmung in den USA blieb am Devisenmarkt unterdessen ohne nachhaltige Wirkung. Erstmals seit fünf Monaten zeigt das US-Konjunkturbarometer im November mit 0,2 Prozent wieder leicht nach oben. Mit dem Näherrücken des Weihnachtsfestes wird sich Fritsch zufolge der Handel zusehends ausdünnen. In einem solchen Umfeld sei mit kräftigen Kursschwankungen zu rechnen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 874 (0,68 585) britische Pfund , 139,44 (138,37) japanische Yen und 1,5 382 (1,5 367) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 442,45 (438,90) Dollar gefixt.

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