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Devisen: Eurokurs scheitert trotz enttäuschender US-Daten an 1,22-Dollar-Marke

Der Kurs des Euro ist am Freitag trotz enttäuschender US-Konjunkturdaten an der Marke von 1,22 $ gescheitert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2160 $. In der Spitze war der Euro bis auf 1,2223 $ geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2211 (Donnerstag: 1,2158) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8189 (0,8225) Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Freitag trotz enttäuschender US-Konjunkturdaten an der Marke von 1,22 $ gescheitert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2160 $. In der Spitze war der Euro bis auf 1,2223 $ geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2211 (Donnerstag: 1,2158) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8189 (0,8225) Euro.

"Der Dollar hat sich bei dem schwächeren Datenumfeld in den vergangenen Wochen insgesamt recht wacker behauptet", sagte Devisenexperte Kornelius Purps von der HVB Group. Der Euro habe zuletzt auch nicht von der leichten Stimmungseintrübung bei den US-Konsumenten profitiert. "Trotz höherer Prognosen der Volkswirte ist der Markt offenbar erleichtert, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist", sagte Purps. Die zahlreichen Wirbelstürme böten "kein Umfeld zum jubilieren". Einer Untersuchung der Universität Michigan zufolge ist der Konsumklimaindex im September leicht gesunken, während Volkswirte einen Anstieg erwartet hatten.

Auch von der in der kommenden Woche anstehenden Leitzinsentscheidung der US-Notenbank dürfte Purps zufolge nur ein vorübergehender Impuls für die Devisenmärkte ausgehen. Eine Leitzinserhöhung am Dienstag um weitere 0,25 %punkte auf dann 1,75 % gelte als ausgemacht. Purps rechnet unterdessen mit einem für die US-Konjunktur recht optimistischen Begleitton der Währungshüter. Im Gegensatz dazu könnte das zwei Tage später zur Veröffentlichung anstehende Protokoll der vorangegangenen Sitzung eine eher reserviertere Konjunktureinschätzung offen legen. Damit dürfte der Devisenmarkt auch weiter auf der Stelle treten. Das bereits seit Monaten sehr enge Kursband "schreit geradezu nach einer Richtungsentscheidung", sagte Purps. Den entscheidenden Auslöser könnte der Arbeitsmarktbericht liefern. Doch auf diesen müsse der Markt noch etwas warten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6801 (0,6798) britische Pfund , 134,32 (133,24) japanische Yen und 1,548 (1,5457) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 405,70 (403,40) Dollar notiert.

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