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Devisen: Eurokurs stabil über 1,23 Dollar - Unentschlossenheit bleibt prägend

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten deutlich über der Marke von 1,23 Dollar festgesetzt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,2 322 Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Bereits seit Tagen pendelt der Euro um die Marke von 1,23 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2 335 (Montag: 1,2 254) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 107 (0,8 161) Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten deutlich über der Marke von 1,23 Dollar festgesetzt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,2 322 Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Bereits seit Tagen pendelt der Euro um die Marke von 1,23 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2 335 (Montag: 1,2 254) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 107 (0,8 161) Euro.

"Die Unentschlossenheit bleibt am Devisenmarkt weiter maßgeblich", sagte ibas-Devisenexperte Chistian Pohl. Ein überraschender Rückgang des Verbrauchervertrauens in den USA im September habe den Kurs des Euro am Nachmittag gestützt. Die Zuversicht der US-Verbraucher war bereits den zweiten Monat in Folge gesunken. Doch der Ausbruch aus der seit Monaten währenden engen Handelsspanne sei trotz der enttäuschenden Daten erneut gescheitert. Die Devisenmärkte seien angesichts der Rekordstände an den Rohölmärkten "wie gelähmt", fügte der Experte hinzu. In den USA ist der Ölpreis erstmals über die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar je Barrel geklettert.

Mittelfristig rechnet Pohl mit weiteren Kurssteigerungen für den Euro. So dürfte das Thema Wechselkursflexibilität in China zumindest ein Randthema beim Treffen der führenden sieben Industrienationen an diesem Wochenende werden. Er erwarte erste Hinweise auf eine mögliche Flexibilisierung des Yuan-Wechselkurses, der seit Jahren fest an den Dollar gebunden ist. Ein allmählicher Übergang zu einer Bindung an einen Währungskorb dürfte dem Euro Auftrieb geben, erklärte Pohl.

Neben dem G7-Treffen werfe der US-Arbeitsmarkt für September, der in der kommenden Woche veröffentlicht wird, bereits seinen Schatten voraus. Pohl rechnet nach der Entspannung im August mit "einer bösen Überraschung". Der Stellenzuwachs dürfte deutlich geringer ausfallen als derzeit von den Ökonomen erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 801 (0,6 787) britische Pfund , 137,40 (136,30) japanische Yen und 1,5 510 (1,5 493) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 411,70 (409,20) Dollar notiert.

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