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Devisen: Eurokurs steigt erstmals seit Ende März über Marke von 1,24 DollarDPA-Datum: 2004-07-08 17:25:17

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von unerwartet guten Konjunkturdaten aus Deutschland ist der Eurokurs < EURUS.FX1 > am Donnerstag erstmals seit 22. März über die Marke von 1,24 Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich am Nachmittag bis auf 1,2406 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2348 (Mittwoch: 1,2357) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8098 (0,8093) Euro < EURUS.FX1 > .

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von unerwartet guten Konjunkturdaten aus Deutschland ist der Eurokurs < EURUS.FX1 > am Donnerstag erstmals seit 22. März über die Marke von 1,24 Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich am Nachmittag bis auf 1,2406 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2348 (Mittwoch: 1,2357) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8098 (0,8093) Euro < EURUS.FX1 > .

Devisenexperten begründeten den Höhenflug des Euro mit überraschend starken Konjunkturdaten aus Deutschland und der geringer gewordenen Wahrscheinlichkeit kräftiger Zinserhöhungen in den USA. "Die deutschen Produktionsdaten haben den Eurokurs gestützt", sagte Volkswirt Stephan Rieke von der ING-BHF-Bank. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Donnerstag mitteilte, hat das Produzierende Gewerbe im Mai saisonbereinigt 1,1 Prozent mehr hergestellt als im April. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet.

Gestützt werde der Euro zudem seit Mitte Juni von gesunken Zinserhöhungs-Erwartungen in den USA, sagte der Experte. Gemischte Konjunkturdaten würden auf eine Abschwächung der US-Konjunktur im zweiten Halbjahr schließen. An diesem Bild ändere auch der überraschend gut ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktbericht von Donnerstag nichts. "Eine geringere Konjunkturdynamik lässt der US-Notenbank mehr Zeit für Zinserhöhungen", sagte Rieke.

Niedrige Zinsen in den USA machen Anlagen im Dollar-Raum weniger attraktiv und belasten damit den Dollar-Kurs. Die amerikanische Notenbank hatte Ende Juni ihren Leitzins von 1,00 auf 1,25 Prozent und damit zum ersten Mal seit vier Jahren angehoben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6668 (0,6676) britische Pfund, 134,58 (133,96) japanische Yen und 1,5189 (1,5185) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold < GLDPM.FX1 > wurde in London mit 405,35 (399,65) Dollar notiert.

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