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Devisen: Eurokurs steigt nach schwachen US-Konjunkturzahlen

Gestützt von enttäuschenden US-Konjunkturdaten hat der Eurokurs am Dienstag zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2283 $, nachdem eingetrübte Konjunkturaussichten für Deutschland den Euro am Vormittag noch bis auf 1,2226 $ gedrückt hatten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2237 (Montag: 1,2236) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8172 (0,8173) Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Gestützt von enttäuschenden US-Konjunkturdaten hat der Eurokurs am Dienstag zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2283 $, nachdem eingetrübte Konjunkturaussichten für Deutschland den Euro am Vormittag noch bis auf 1,2226 $ gedrückt hatten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2237 (Montag: 1,2236) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8172 (0,8173) Euro.

Der im August überraschend deutlich gesunkene Einzelhandelsumsatz in den USA hat nach Einschätzung von Volkswirt Thomas Amend von Hsbc Trinkaus & Burkhardt die Zweifel an einer Konjunkturbelegung verstärkt. Dies könne die amerikanische Notenbank dazu zwingen, ihre Leitzinsen in geringerem Tempo als bisher vorgesehen anzuheben. "Es wird zunehmend darüber diskutiert, ob die Notenbank eine Pause in ihrem Zinserhöhungszyklus einlegt", sagte Amend. Steigende Zinsen in den USA machen den Dollar attraktiver.

Gedrückt wurde der Dollar auch vom weiter steigenden Defizit in der US-Leistungsbilanz, das im zweiten Quartal mit 166,2 Mrd. $ ein neues Rekordniveau erreichte. Das Doppeldefizit in Leistungsbilanz und Staatshaushalt ist einer der Hauptgründe für die anhaltende Dollar-Schwäche.

Eingetrübte Aussichten auf eine andauernde Konjunkturerholung in Deutschland hatten am Vormittag noch den Eurokurs belastet und bis auf 1,2226 $ fallen lassen. Nach der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist der Index der Konjunkturerwartungen von 45,3 Punkten im Vormonat auf 38,4 Punkte zurückgegangen. Als Grund für die negative Entwicklung nannten die Experten die Erwartung einer nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6814 (0,6801) britische Pfund , 134,46 (134,91) japanische Yen und 1,5439 (1,5417) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 405,25 (399,30) Dollar notiert.

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