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Devisen: Kurs des Euro bleibt in Reichweite des Rekordstandes

Das Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Wochenende hat nicht zu einer grundlegenden Entspannung an den Devisenmärkten geführt.

dpa-afx FRANKFURT. Das Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Wochenende hat nicht zu einer grundlegenden Entspannung an den Devisenmärkten geführt. Der Kurs des Euro hielt sich am Montagmorgen mit 1,3 044 Dollar in unmittelbarer Nähe seines erst am vergangenen Donnerstag erreichten Rekordstandes von 1,3 074 Dollar. Ein Dollar war 0,7 662 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,3 020 (Donnerstag: 1,3 024) Dollar festgesetzt.

"Das G20-Treffen ist ohne Überraschungen zu Ende gegangen. Die Marktteilnehmer dürften nun versuchen, neue Tiefststände des Dollar auszuloten", sagte Devisenexperte Masashi Hashimoto bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi. Unter Druck war der Dollar bereits am Freitagnachmittag nach Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan geraten, wonach das riesige US-Leistungsbilanzdefizit zu einem geringeren Interesse an Dollar-Anlagen führen könnte.

Auf gemeinsame Beschlüsse zum Höhenflug des Euro gegenüber der US-Währung verzichteten die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 zum Abschluss ihrer dreitägigen Jahrestagung in Berlin am Sonntag. Zur Vermeidung abrupter Währungsturbulenzen versprachen die USA aber eine deutliche Verringerung ihres Haushaltsdefizits. Europa sowie Japan wollen Strukturreformen vorantreiben und die asiatischen Länder für eine größere Wechselkursflexibilität sorgen.

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